Las Vegas
Endlich bin ich dazugekommen, das Geschenk von Lee auf meinen 30. Geburtstag einzuloesen: ein Wochenende in Las Vegas. Ich war riesig gespannt, wie diese Stadt wohl sein wuerde, denn man liest und hoert ja schon einiges.
Wir flogen am Samstag fruehmorgens ab und waren bereits zwei Stunden spaeter da. Las Vegas ist ziemlich im Niemandsland gelegen, umgeben von trockener steiniger Landschaft, und die Stadt taucht ziemlich aus dem Nichts auf. Bereits aus dem Flugzeug konnte man den Strip erkennen, an welchem all die Hotels und Casinos liegen. Uebrigens, vom Death Valley nach Las Vegas ist es nicht weit.

Wir checkten im Luxor ein, welches Aegypten als Thema hat (viele der grossen Hotels spielen ein bestimmtes Thema aus). Das pyramiden-foermige Hotel ist sehr imposant in seiner Groesse und Architektur. Man kann von der Lobby innen bis zum 110m hohen Spitz der Pyramide raufsehen. Das Licht ist gedaempft und eine manche Pharao Skulptur ziert das Innere. Es fehlte nur noch, dass das Personal als AegypterInnen gekleidet waere. Wir hatten ein Eckzimmer (oder ist das bei einer Pyramide ein Kantenzimmer?) mit toller Aussicht. Von den 2 Fernseher haben wir nicht viel Gebrauch gemacht.





Nach einem ausgiebigen Brunch Buffet in den unterirdischen Kammern der Pyramide machten wir uns umgehend auf den Weg, die verschiedenen Themen Hotels und deren Attraktionen zu erkunden. Lee war natuerlich wie immer die Reisefuehrerin und wusste, wo es was Spannnendes anzuschauen gab. Praktisch ist, dass fast alle grossen Hotels und Casinos an einer Strasse liegen, so dass man einfach kilometerlang geradeaus laufen kann - somit besteht auch keine Gefahr sich zu verlaufen ;-) Die Dimensionen der Hotels und Casinos sind gigantisch, und es wird bei der Umsetzung der Themen kein Aufwand gescheut, um Perfektion zu erreichen. So zum Beispiel der im Massstab 1:2 gebaute Eiffel Turm und die Boulangerien des Hotel Paris oder die von singenden Gondolieri gesteuerten Gondolas im Wasser vor dem Hotel Venetian oder die Achterbahn des Hotel New York New York. Weiter kamen wir auch am Caesars Palace, MGM, Excalibur, Bellagio und Monte Carlo vorbei.









Man kann problemlos in all die Hotels reingehen und sich die Dekorationen anschauen, die Leute beim gamblen und verlieren beobachten oder einfach etwas Essen gehen. Selber haben wir nicht gegamblet, denn Lee wollte Muenzen klingeln hoeren, doch all die einarmigen Banditen funktionieren heutzutags nur mit Chips und der Gewinn wird als Beleg mit Barcode ausgedruckt.

Am Abend gingen wir in die Show KA des Cirque du Soleil und es war absolut spektakulaer. Noch nie in meinem Leben habe ich eine solch atemberaubende Show gesehen. Eigentlich unbeschreiblich, was die Show einem bietet an Artistik, Musik, Kostuemen und Buehnenbildern, inkl. der gigantischen hydraulischen 20m langen Hebebuehne welche sich um alle drei Achsen drehen konnte.
Am Sonntag morgen gingen wir ins Bellagio zum ausgiebigen Brunch, denn das Laufen vom Vortag hatte doch recht Hunger gemacht. Das Buffet war extrem fein und wir blieben lange genug dort, um alle food stations auszuprobieren - ich fuehlte mich dort so ziemlich im Paradies. Kugelrund gingen wir danach noch Autofahren in einem realitaetsgetreuen NASCAR Simulator. Wir schnitten nicht gerade umwerfend ab. Lee war glaube ich letzte von acht und ich nicht viel weiter vorne. Ein wenig zu viel Gas in der Kurve und schon brachten einem die Fliehkraefte unweigerlich in die Bande. Leider gab es auch keinen Pfeil der die Richtung angab, so dass ich nach Crashs mehrmals eine halbe Runde in die falsche Richtung fuhr, was nicht gerade den Durchschnitt heben liess. Es hat Spass gemacht, ich bleibe aber beim Velo.
Wir gingen auch noch auf das 350m hohe Stratosphere, von welchem aus man eine tolle Aussicht auf die Stadt hat. Das Verrueckte an dem Tower ist aber, dass es oben drei Achterbahnen hat: ein Freefall, ein Karussell ohne Boden und eine Art Achterbahn die ueber den Rand aus geht bevor sie abrupt haelt - speziell bei den beiden letzteren Bahnen wird einem schon vom Zuschauen sehr unwohl im Magen. Bahnen, die ich nur Dominique Mohler zutraue.

Im Luxor sah ich noch mein Traumauto: ein customized 600hp Doge Viper SRT 10. Ein wahnsinniger Wagen aber leider unbezahlbar fuer kleine Programmierer.

Am Montag nahmen wir es dann gemuetlich nach der ganzen Lauferei der Vortage, genossen noch ein wenig die Sonne, schauten uns noch einen IMAX Afrika Film an und flogen am Abend wieder zurueck nach San Francisco. Drei Tage waren genau die richtige Laenge fuer so eine verrueckte Stadt. Damit ist der 30. Geburtstag endgueltig vorbei.


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