San Juan Mountains CO
Nochmals erweiterten wir unsere Schlaufe, um auch noch den Sueden von Colorado zu besuchen. Wir fuhren von Mesa Verde nach Durango im Staate Colorado und von dort hoch in die San Juan Mountains. Wir fanden einen einsamen Campingplatz, welcher an einem idyllischen See gelegen ist (ein See, auf welchem keine Motorboote zugelassen sind, was immer ganz wichtig abzuklaeren ist). Wir buchten gleich zwei Naechte und genossen am ersten Tag die Berge, die Waelder und den See. Mit Floyd gingen wir auf einen tollen Spaziergang, und Lionel konnte unterwegs in einem kleinen See planschen. Am Abend sah Lionel zum ersten Mal eine Schlange.




Am folgenden Morgen fuhren wir frueh los, denn wir wollten ueber mehrere Paesse Richtung Norden fahren nach Silverton und Ouray. Die zu erklimmenden Paesse waren ueber dreitausend Meter hoch, und es war jeweils knapp ueber Null Grad ganz oben (meine seit Kalifornien getragenen Shorts waren nicht die ideale Bekleidung). Im starken Kontrast zur Schweiz gab es auf dieser Hoehe noch viele Baeume und die Strasse war eine halbe Autobahn. Die Luft fuehlte sich duenn an. Die Aussicht auf die teilweise noch Schnee-bedeckten Berge mit ihren verschiedenen Gesteinsfarben war super schoen.


In Silverton, einer ehemaligen Mienenstadt, spazierten wir bei grosser Hitze dem Fluss entlang. Zuvor deckten sich die Ex-Kalifornier noch mit Pullovers ein, um gegen die Kaelte der bevorstehenden Paesse gewappnet zu sein.



Nach dem Spaziergang nahmen wir an einer Mienenfuehrung teil. Lionel sah in der Regenjacke wie ein kleines Gespenst aus. Die Fuehrung in den Berg inklusive Demonstration mit echten Werkzeugen aus frueherer Zeit war sehr spannend und lehrreich. Lionel staunte ob all den Werkzeugen und am Ende der Tour meinte der Fuehrer, he would make a good miner.






Nach der Fuehrung fuhren wir ueber einen weiteren Pass (ohne Sicherheitsplanken) nach Ouray, dem Switzerland of America. Dort hatten wir am Abend mit Teresa abgemacht, einer Veterinaerin und Swissy Besitzerin aus Montrose, welche wir an den Swissy Nationals kennengelernt hatten. Wir assen gemuetlich in einem rustikalen Restaurant und freuten uns ueber das Wiedersehen. Unterdessen marschierte Lionel durch das Lokal mit Besteck, Telefon, Portemonnaie und was immer ihm sonst noch in die Haende geriet. Es ging aber nichts verloren ;-)



Nach dem Nachtessen mussten wir wieder zurueck zu unserem Campingplatz. Das hiess, hundert Kilometer im Dunkeln ueber drei unbeleuchtete Paesse ohne Sicherheitsplanken fahren. Wir fuhren vorsichtig und meisterten die Strecke ohne Zwischenfaelle. Erschoepft gingen wir nach diesem langen und ereignisreichen Tag schlafen.
Am naechsten Morgen verliessen wir die super schoene Gegend der San Juan Mountains und fuhren suedoestlich Richtung New Mexico.


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