Attitude
Kuerzlich hatte ich ein Gespraech mit einer Person amerikanischen Ursprungs, die ein paar Jahre in der Schweiz verbracht hatte. Waehrend deren Erzaehlungen wurde mir bewusst, wie schnell Einzelerlebnisse zu Pauschal Aussagen ueber ein ganzes (Schweizer) Volk werden. Obwohl dies wahrscheinlich unbeabsichtigt geschah, so hat es mich doch mehr als einmal ziemlich in meinem Stolz getroffen. Ich werde mich deshalb hier in San Francisco in Zukunft noch mehr hueten, mit vorgefassten Meinungen Dinge anzugehen und aufgrund von Einzelerlebnissen ein ganzes Volk zu schematisieren. Es passiert so leicht, ist aber oft so falsch...
Natuerlich denken beim Wort USA viele zuerst einmal an Bush, aber hier in San Francisco hat Bush prozentual sicher weniger Freunde als ein Blocher in der Schweiz. Doch genug der Vergleiche zwischen Nationen - andere Regionen, andere Gegebenheiten, andere Sitten. Ich werde mir immer mehr bewusst, wie wenig es bringt Vergleiche anzustellen. Viel wichtiger scheint es mir, Positives zu schaetzen, Neues aufzunehmen und Unvertrautes zu akzeptieren.
Zum Beispiel ist es immer wieder bewundernswert, welche Toleranz die Leute hier in der Bay Area haben; sei das gegenueber anderen Verkehrsteilnehmern, Personen von anderem sozialem Status, Personen anderer Rasse, Personen die sich falsch verhalten, Personen die Hilfe brauchen, etc. Manch einer koennte sich an der hier vorhandenen Toleranz ein Vorbild nehmen - mich eingeschlossen.


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