An American Ski-Trip
Vergangenes Wochenende hatten wir mit navis unser alljaehrliches Ski Weekend, das sich ganz nach meinen Vorstellungen eines amerikanischen Ski-Trips abspielte.

Lee und ich fuhren am Freitag Nachmittag bereits um 14:30h von Oakland Richtung Tahoe ab, um die Freitag Rush-Hour zu vermeiden. Leider hat es nichts genuetzt, und wir blieben kurz nach Sacramento (Governor Arnold's Zuhause) im Stau stecken, trotzdem es in Sacramento selbst bis zu sieben Spuren in einer Richtung hatte. Wir bewegten uns ueberhaupt nicht mehr fuer ueber anderthalb Stunden. Natuerlich hatten gewisse Autos auch nach einer Stunde Wartezeit noch immer den Motor an - das Benzin ist hier wirklich viel zu billig. Irgendwann, es war inzwischen dunkel geworden, ging es dann zaehfluessig weiter - aber nicht fuer lange... Bei der naechsten Blockade mussten die Schneeketten montiert werden, eine Taetigkeit mit welcher die meisten Kalifornier nicht sehr vertraut sind, was sich zum Beispiel darin zeigte, dass gewisse Autos ihre Ketten schon nach wenigen Metern wieder verloren. Nachdem sich dann ein wenig Schnee auf der Autobahn angehaeuft hatte, wurde die Strasse wieder freigegeben, wie logisch. Endlich konnten wir den letzten Teil der Strecke mit Schneeketten und im 30mph Tempo in Angriff nehmen ueber den Donner Summit, jener ueber 2000m hohe Pass, ueber welchen die Central Pacific Railroad die transkontinentale Eisenbahnlinie baute. Nach acht Stunden Fahrzeit fuer die laecherlichen 300km kamen wir dann um 22:30h endlich im Northstar Skiresort an. Nach einer Portion Teigwaren und mit drei Stunden Schlaf von der Vornacht ging es erschoepft ins Bett.
Northstar wird von meinem Kollegen John als Disneyland bezeichent, womit er nicht ganz unrecht hat. Das Resort und somit der ganze Huegel ist im Besitze eines Unternehmens, welches die gesamte Infrastrukur vom Shuttle Bus bis zum Wohneigentum anbietet. Alles ist ganz amerikanisch super organisiert, beschriftet und aufgelistet, Broschuere hier, eine Map da, Notfallzettel sowieso, Food Locations duerfen auch nicht fehlen, usw. Es kann also gar nichts schief gehen. Wir liessen uns davon nicht ablenken, resp. verwirren, und waren am Samstag morgen um 8h mit dem ersten Lift unterwegs ins Skigebiet, waehrend die meisten Amis im Tal noch ihren Starbucks Kaffee aus dem Pappbecher schluerften. Das Wetter und der Schnee waren traumhaft, und wir fuhren in Pulver- und Tiefschnee rauf und runter. Am Mittag gab es dann einen "Steak mit Bohnen" Teller, wobei sich das Steak als 5 Trachen Steak rausstellte. Ich glaube, ich bin noch jetzt satt davon. Den Nachmittag nutzten wir ebenfalls voll aus bis zum Schliessen der Lifte (auch wenn Lee voruebergehend einmal muede wurde, wie auf dem Bild ersichtlich).



Abends gab es ein Compay Dinner bei der Mittelstation. Nicht ganz ueberraschend, aber dennoch ein wenig enttaeuschend, war dieser Teil ein wenig schraege: das Personal wollte am liebsten schon abraeumen, bevor ich auch nur das halbe Chicken verspeist hatte, der Apple Pie wurde lieblos noch in der Alufolie aufgetischt, und die meisten Gaeste gingen schon wieder sehr frueh. Ich will ja nicht laestern, aber die meisten Amerikaner sind generell unglaubliche Nesthocker, und nach zwei Stunden Konversation beim Essen werden sie sichtlich unruhig, bis dass sie endlich zurueck in ihre vier Waende gehen koennen. Ich denke es ist kein Zufall, dass am Ende noch 3 Schweizer, 1 Englaender und 1 Argentinierin uebrig waren, die trotz allen Anstrengungen des Personals einfach nicht schon um halb neun gehen wollten. Leicht verwirrt und muede vom schifahren ging der Skitag zu Ende.
Am Sonntag morgen fuhren wir nach einem herzhaften Fruehstueck mit Potatoes und Eggs bereits frueh wieder nach Hause, um dem Stau und dem angekuendigten Sturm zu entkommen. Zudem musste Lee am Nachmittag am Flughafen sein, um den Flug nach Neuseeland zu erwischen. Dieses Mal ging mit der Fahrt alles ganz glatt - der Schnee auf der Strasse war bereits verschwunden und mindestens zwei Spuren pro Fahrtrichtung hat es eh immer - und nach genau drei Stunden waren wir zurueck an der Broderick Street in San Francisco.

Viel amerikanischer kann ich mir zumindest hier in der Bay Area ein Wochenende nicht vorstellen.


1 Comments:
Hey was just rolling thru wanted to let ya know ya got a cool blog here Nice Job.
Kommentar veröffentlichen
<< Zurueck zur Hauptseite