Deathride
Vergangenes Wochenende nahm ich in Markleeville an der Veloveranstaltung Death Ride teil. Ich hielt die Bezeichnung fuer eine Rundfahrt von 200 Kilometer und 5'000 Hoehenmeter bisher immer fuer ziemlich uebertrieben, doch waehrend dem Anlass aenderte ich meine Meinung ein wenig...
Ich fuhr bereits am Donnerstag Abend in die Sierras, um mich ein wenig an die Hoehe zu akklimatisieren und arbeitete am Freitag von Kirkwood aus. Am Samstag musste ich dann bereits um vier Uhr aufstehen, denn der Startort war noch 50km entfernt. Die Velofahrt fing gut an und bis am Mittag hatte ich bereits vier der fuenf Paesse hinter mir. Die absolvierten Paesse boten eine sehr schoene Aussicht und liessen die Strapazen weitgehend vergessen. Doch um die Mittagszeit wurde es immer waermer und waermer und im Tal, welches mich zum Fusse des fuenften und letzten Passes fuehrte, herrschten mittlerweile 40 Grad Celsius. Von mir aus haette die Fahrt unten am letzten Pass zu Ende sein koennen, doch noch warteten weitere 1000 Hoehenmeter auf mich. Eigentlich ertrage ich die Hitze sonst sehr gut, aber in Kombination mit der Anstrengung hatte ich ziemlich sicher einen heftigen Sonnenstich abbekommen. Ich konnte nicht mehr essen und auch nicht mehr trinken. Schatten hatte es entlang der Passstrasse auch keinen. Die langen ansteigenden Geraden machten es psychologisch auch nicht einfacher. Wie schon so oft auf dem Velo half hier nur noch auf die Zaehne beissen. Oben auf der Passhoehe gab es dann am Verpflegungsposten Glaces. Von da aus ging es nur noch bergab bis ins Ziel, welches ich nach 10 3/4 Stunden erschoepft erreichte. Ich fuhr gleich zum Bergbach und legte mich ins eiskalte Wasser zum Abkuehlen - das hat gut getan.
Schlafen konnte ich am Samstag Abend nicht wirklich, und mein Magen brauchte bis Sonntag Abend, bevor ich wieder essen und trinken konnte. Das war schon noch hart, verpasste ich doch ein feines Nachtessen von Jon und seiner Frau zur Feier des Anlasses. Am Montag morgen fuhren wir dann direkt zur Arbeit in Oakland - back to reality nach drei Tagen in den Bergen.


2 Comments:
Du hättest mich früher informieren müssen, da wäre ich schon auf den ersten 4 Pässen mit Buurehof-Glace gestanden. So ist es halt im Leben, man kann nicht immer an alles denken!
Du bist doch eben ein verrückter Kerl, was du mit dem Velo alles leistest. Aber wenn du in der Schweiz bist musst du schon einmal vorbeischauen bei mir, dann kannst du die verpassten Glaces nachträglich noch geniessen. Liebe Grüsse Werni
Wow, die Aussicht auf Buurehof-Glace oben auf den Paessen haette mir sicher Fluegel verleiht. Gerne hole ich das bei einem Besuch in der Schweiz nach!
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