Montag, Juni 27, 2005

JavaOne

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Ab morgen Montag findet sozusagen vor meiner Haustuere die JavaOne statt - noch immer die wohl groesste und wichtigste Konferenz im Java Bereich. Ich freue mich auf den Anlass und auch darauf, wieder einige ehemalige Arbeitskollegen und Freunde von Canoo zu sehen, welche mit einem Stand zu ULC vertreten sein werden. Auf meinem ULC Blog werde ich ein paar Eindruecke und Erlebnisse zur Konferenz schildern.

Mount Diablo

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Im Besitze unseres neu erstandenen Autos, machten wir uns diesen Samstag natuerlich gleich auf den Weg Richtung Osten - weg von der Bay Area und ihrem Nebel. Der Mount Diablo auf ca. 1200 Meter ueber Meer war unser Ziel. Nach dem obligaten Stau und mehrmaligem Verfahren auf dem Weg aus der Stadt erreichten wir schon bald Walnut Creek, welches am Fusse des Berges liegt und wo schoenstes Sommerwetter herrschte. Der Aufstieg zur Spitze des Teufelberges war extrem schoen und die Aussicht oben ebenfalls. Ziemlich beeindruckend ist auch, dass dieser sehr karge Berg als Refugium fuer viele Pflanzen und Tiere wirkt, und es sogar endemische Pflanzen hat!

Beim Picnic sahen wir dann noch einen Kojote (oder Schakal?) durch den Wald pirschend und eine Eidechse mit ihrem schwangeren Weibchen.

Natuerlich praegte ich mir waehrend dem Aufstieg die Strecke mit all ihren Anstiegen und Kurven genaustens ein, denn schon bald werde ich diesen Berg mit dem Rennvelo in Angriff nehmen. Auch ein MTB Aufstieg mit Lee ist geplant.

Car

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Schon seit Wochen, wenn nicht Monaten wollten wir uns auf die Suche nach einem Auto machen, vorzugsweise ein Subaru Outback, um die Region hier grossraeumiger als mit dem Velo erreichbar zu erkunden. Letztes Wochenende war es dann endlich soweit, und wir fanden ein uns passendes Auto in Santa Rosa. Wir wollten zwar "nur mal rumschauen" bei dem Autohaendler, aber die waren dort echte Profis und zogen alle psychologischen Tricks bis wir schlussendlich zusagten. Wir bereuen den Kauf bis heute aber nicht und nennen nun einen 2002 fresko-green VW Passat Wagon 1.8T unser eigen. Der Wagen kommt von Leder ueber Turbo bis zu CruiseControl mit allen Gadgets - echte deutsche Qualitaet ;-) Uebrigens brachten die uns den Wagen vom ca. 100 Milen entfernten Haendler bis vor die Haustuere mit einem zweiten Auto und Extra-Chauffeur!



Damit eroeffnen sich uns ganz neue Perspektiven: wir koennen nun im Einkaufsladen mehr als nur 2 Liter Mineralwasser kaufen und der Stauraum im Auto reicht gegenueber dem Velo Rucksack fuer mehr als nur die kleine Burger Packung. Des weiteren koennen wir nun auch dem kalten traurigen Nebel entfliehen, der hier mit dem Sommer Einzug gehalten hat. An unserer Begeisterung fuers Velo aendert dies aber nichts, und wir haben bereits den passenden Thule Velodachtrager gekauft.

Mit dem Autokauf ist unsere Amerikanisierung ein grosses Stueck fortgeschritten - das Herz schlaegt jedoch weiterhin fuer die Schweiz... :-)

Freitag, Juni 17, 2005

Passport

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Die neuen Bestimmungen bezueglich dem biometrischen Pass bei Einreise in die USA aus der Schweiz, Deutschland, etc. wurden um ein Jahr auf Oktober 2006 verschoben:

http://www.heise.de/newsticker/meldung/60709


Einem Abstecher auf California steht also nichts im Weg... ;-)

Mittwoch, Juni 15, 2005

Escape from Alcatraz

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Vergangenen Sonntag Morgen fand in San Francisco der Triathlon Escape From Alcatraz statt, an welchem circa 1600 Athleten von der Insel Alcatraz ans Festland schwimmen (2.4 km), dananach durch Presidio und den Golden Gate Park radeln (29 km) und schlussendlich ueber den Baker Beach inkl. Sandstrand und 400 Stufen aufwaerts zurueck zum Ziel bei Crissy Fields joggen (12 km). Ein genauere Beschreibung inklusive Bildern gibt es unter Course Information und unter Course Map.

Es war faszinierend den Athleten zuzuschauen, wie sie gegen die Meeresstroemung dem Festland entgegen schwammen, mit von der Kaelte voellig steifen Fingern den Nassanzug abstreiften und die Schuhe montierten, mit aerodynamischen Velos enthusiastisch die Velostrecke begannen und zuletzt mit unterschiedlicher Leichtigkeit die Laufstrecke in Angriff nahmen. Mein persoenlicher Favorit war natuerlich jener Teilnehmer, welcher im schwarz-weiss gestreiften Straeflingsanzug unterwegs war!

Ich habe mir waehrend dem Zuschauen ein paar mal gedacht, dass ich da naechstes Jahr auch mitmachen will. Ich muesste zwar noch stark an meiner Schwimm- und Lauftechnik inkl. Ausdauer arbeiten, aber die sportliche Herausforderung reizt mich sehr.

Ich hoffe also, naechstes Jar auch als Teilnehmer dabei zu sein - natuerlich im Straeflingsanzug ;-)

Mount Tamalpais

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Vergangenes Wochenende machte ich meinen ersten MTB Ausflug auf den hier schon fast heiligen Berg - den Mount Tamalpais. Die 90km Tour fuehrte mich ins Herz der Marin Headlands und der Ausblick und die unberuehrte tierreiche Natur waren einfach faszinierend. Einmal ueberfolg mich ein Adler mit seinen maechtigen Fluegeln von hinten in tiefster Hoehe, was sehr bewegend war - ich koennte den Raubvoegeln hier sowieso stundenlang bei Ihrem Kreisen in der Luft zuschauen.

Von der East Peak hat man bei gutem Wetter Aussicht auf die ganze Bay Area und noch weiter (eine kleine Idee kann man hier erhalten). Ich genoss den Moment bevor es an den Rueckweg ging. Auf diesem hatte ich dann leider noch einen Sturz (bergauf!), der mich in Himbeerstraeucher und Poison Oak befoerderte. Da sich das Ganze an einem Abhang abspielte, landete ich sehr komisch, holte mir noch schnell einen Krampf im verdrehten Oberschenkel und schlug nebenbei auch noch mit dem Knie auf dem Velo auf (ist aber alles nur halb so schlimm wie es sich vielleicht anhoert). Nach einigen Anstrengungen war der Krampf geloest, der Abhang wieder erklommen und die Dornen entfernt, und ich pedalte dem Zuhause entgegen.

Nun warten Touren noch weiter noerdlich Richtung Point Reyes auf mich...

Sonntag, Juni 12, 2005

DMV - Part I

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Endlich, endlich, endlich... Endlich habe ich mir ein paar Stunden Zeit genommen, um den kalifornischen Fuehrerausweis in Angriff zu nehmen. Nach dreistuendiger serioeser Vorbereitung meldete ich mich fuer den schriftlichen Test beim DMV (analog unserer MFK) an, welcher gleich um die Ecke von uns seine Hauptzentrale hat. Das Ticketing System beim DMV lief sehr effizient und auf Hochtouren (die haben dort 30 Schalter!), so dass ich schon nach einer Stunde und abgewickelten Formalitaeten stehend den schriftlichen Test absolvieren konnte. Fuenf Minuten spaeter war die Sache geritzt, und ich hatte meinen provisorischen Ausweis in der Tasche. Ich haette mir eh keine Sorgen machen muessen, denn wer zu viele Fehler hatte, der bekam das Regelbuechlein in die Hand und durfte nochmals zurueck in den Pruefungsraum. Jetzt folgt dann noch der Verkehrstest...

Ich fuehlte mich wie mit zwanzig Jahren, als ich nochmals Pruefungsfragen wie "Was ist die Bedeutung des Verkehrsschilds mit dem durchgestrichenen Velo?" und aehnliches beantworten musste, und ich habe ehrlich gesagt nicht gedacht, dass ich nach der schweizerischen Auto- und Motorradfahrpruefung irgendwann in meinem Leben nochmals so einen Test absolvieren muesste. Fuer Pruefungen ist man wohl nie zu alt...

Sonntag, Juni 05, 2005

24

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Ein normaler Arbeitstag sieht hier so aus, dass wir um 6.15h aufstehen, um 6.45h mit dem Velo losfahren und auf 7.30h im Buero ankommen. Am Mittag steht dann meist eine Stunde Fitness oder Fussball auf dem Programm. Abends machen wir uns in der Regel auf 18.30h auf den Weg nach Hause und treffen um circa 19.30h zuhause ein. Dann heisst es zum zweiten Mal am Tag duschen, denn die Strassen hinauf zu unserer Wohnung sind schon ziemlich Schweiss treibend. Danach ist kochen und endlich mal richtig essen angesagt (wobei mein Teil beim Kochen normalerweise das Abwaschen ist). Nun stellt sich auch bereits die erste Muedigkeit ein und fuer Differenzler Jassen oder Scrabble fehlt definitiv die Energie. So haben wir in letzter Zeit jeweils eine Folge der spannenden 24 Serie auf DVD geschaut. Ein Tag wie er in 24 beschrieben wird, ist schon einiges spannender als unser Alltag, aber unseren gibt es ja auch nicht auf DVD zu kaufen...

Mittlerweile kann ich zweimal pro Woche zuhause arbeiten, was ich sehr schaetze, denn es gibt mir die Moeglichkeit, mich relativ stoerungsfrei auf die Arbeit zu konzentrieren und oft bleibt auch noch ein wenig Zeit fuer eine kleine MTB Velotour.

Guest Room

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Waehrend den letzen Wochen war unser Gaestezimmer regelmaessig besetzt, denn es besuchten uns zahlreiche Freunde auf Ihrer Durchreise oder vor Ihrer Abreise.

Mitte Mai kam Sebastien Haeusler vorbei, ein ehemaliger Arbeitskollege von Lee. Er war fuer einen Monat alleine im Westen der USA unterwegs und waehlte San Francisco als End Destination vor seinem Rueckflug in die Schweiz. Sebastien erlebte auf den tausenden von Meilen viele interessante Geschichten, die er uns in seinem einmaligen Jura-Deutsch zum Besten gab. Als Jurassier aus Moutier machte er auch viele sarkastische Beobachtungen des Pseudo-Franzoesisch der Amerikaner ;-) Noch nicht vergessen habe ich zudem seine Aussage, dass ihm die Kalifornier ein wenig wie die Zuercher der Schweiz vorkommen...

Kurz darauf traf ich in San Anselmo Nolan Browne, meinen ehemaligen besten Freund aus der Primarschul- und Sekundarschulzeit. Nolan ist in Aesch eine Legende und allein sein Name ruft sicher bei einigen meiner Schulkollegen ein Schmunzeln hervor. Nolan absolviert momentan in Bosten ein MBA Programm am MIT. Wir redeten und lachten viel ueber vergangene Zeiten und boten ihm an der Broderick Street Unterkunft an.

Eine Woche spaeter besuchten uns Denise und Felix Zimmermann auf Ihrer Weltreise. Sie starteten im Suedwesten der USA und besuchten mit ihrem Riesencamper (zumindest fuer schweizer Verhaeltnisse) nebst LA und Las Vegas viele tolle National Parks wie Grand Canyon, Brice, Arches, Yosemite, etc. Nachdem sie in San Francisco eintrafen, verbrachten wir eine sehr tolle Zeit mit Ihnen und spuerten einmal mehr, wie uns hier unsere schweizer Freunde schon sehr fehlen. Felix kocht uebrigens sagenhafte Aelplermakkaronen und verstaerkte mein kulinarisches Heimweh. Die Beiden sind nun unterwegs Richtung Alaska, danach fahren sie quer durch Canada in den Osten, bevor es dann nach Australien, Neuseeland und Suedafrika weitergeht. Ich beneide sie sehr um Ihr Abenteuer und ihren Mut dazu.