Dienstag, Juli 26, 2005

Lance

Englisch | Franzoesisch

Es ist zwar nicht weiter erstaunlich, aber trotzdem unglaublich eindruecklich: Lance hat nun also sieben Mal in Folge die Tour de France gewonnen. Leider bekam ich in seinem Heimatland fast gar nichts mit von Le Tour, was schon ziemlich weh machte, denn das hat es bei mir seit 1993 nicht mehr gegeben. Abgesehen von der reinen Tatsache des Tour Erfolgs von Lance haben die amerikanischen Medien leider kein Verstaendnis fuer den besten Sportanlass der Welt. Dabei geht doch nichts ueber einen Samstag Nachmittag mit einer umkaempften Bergetappe und franzoesischem enthusiastischem Live Kommentar...

San Luis Reservoir

Englisch | Franzoesisch

Wir haben aus unseren Fehlern gelernt und dieses Mal rechtzeitig zum Campieren reserviert, auch wenn es sich dann spaeter herausstellte, dass es gar nicht noetig gewesen waere (Murphy's Law). Unser Ziel war der San Luis Reservoir State Park, ca. zweieinhalb Stunden suedoestlich von San Francisco. Die Region dort ist huegelig und extrem trocken - der einzige Unterschied zur Wueste war ein Wasser Reservoir See und trockene Vegetation statt Sand. Es herrschten bis zu 105 Grad Fahrenheit (40.56 Grad Celsius!), und wir genossen die Waerme in vollen Zuegen - es war wirklich kein Grad zu warm. Wir sind wohl ein wenig auf Sonnen Entzug von dem Nebel in San Francisco... Zum Abkuehlen konnte man Baden gehen in dem Reservoir: keine Leute weit und breit, und man hatte das Gefuehl, alleine auf/in dem See zu sein. Ansonsten waren wir dieses Mal nebst ein wenig Wandern, Baden und Grillieren nicht sehr aktiv, sondern benahmen uns mehr wie Sonnenkollektoren - nicht bewegen und Sonnenstrahlen tanken.

Uebrigens, wenn man dem obigen Link folgt, so sieht man ein Bild von einem naheliegenden zweiten und viel staerker frequentierten See mit Surfern drauf. Tja, also ich sah nicht einen Surfer an dem Wochenende, dafuer unzaehlige High-Speed Jetskis die den See rauf und runter bolzten. Bei starken Motoren werden die Amis auch hier in California sehr schwach ;-)

Freitag, Juli 22, 2005

DMV - Part II

Englisch | Franzoesisch

Diesen Dienstag galt es Ernst, denn es war der Tag der praktischen Fahrpruefung. Nachdem ich Blinker, Handbremse, etc. korrekt identifiziert hatte, ging es mit der Expertin auf die Strassen von San Francisco. Sie jagte mich um eine Ecke nach der anderen bis mir fast schwindlig wurde von den vielen Seitenblicks und Schulterblicks. Nach zwanzig Minuten war der Spuk dann vorbei, und ich hatte die Pruefung erfolgreich bestanden. Der Expertenreport lautete: 7 Errors (15 Fehler sind erlaubt) und "make full complete stop behind limit lines". Ja, das Halten am Stop bin ich vom Velofahren in der Stadt nicht mehr so gewohnt...

In wenigen Tagen erhalte ich nun die offizielle Driving License im Kreditkartenformat zugeschickt, und dann kann ich endlich Bier kaufen, Videos ausleihen, etc. ohne dass man fuenf Minuten meinen Schweizer Ausweis argwoehnisch beaeugt.

Dienstag, Juli 19, 2005

Reservations

Englisch | Franzoesisch

Vergangenes Wochenende lief es nicht wie geplant: wir wollten eigentlich Zelten gehen im Big Basin Redwood State Park zwischen hundertmeter hohen Redwood Baeumen, doch als wir frueh morgens mit voll geladenem Auto, eisgekuehltem Cooler und frisch geoelten Velos auf dem Camping eintrafen, da war schon alles belegt. Wir mussten uns enttaeuscht von einem Park Ranger belehren lassen, dass ohne vorzeitige Reservation in der ganzen Region nichts mit Campen ist - die Amis sind halt schon Camping Fanatics und planen dies minutioes Wochen im voraus. So verbrachten wir den Tag ein wenig im Stau, danach am heissen Sandstrand und Surfer Paradies von Santa Cruz und zum Schluss gings auf dem Highway 1 zurueck nach San Francisco. So verbrachten wir schlussendlich auch ohne Redwoods einen spannenden Tag. Aber eins ist klar - we'll be back...

Am Sonntag machten wir dann eine schoene Bike Tour im Tilden Park bei Orinda in der East Bay und genossen das heisse Sommerwetter. Die Spinning Stunden von Lee beginnen sich zunehmend Auszuzahlen, und ich muss langsam aufpassen, dass ich noch mitmag ;-)

Sonntag, Juli 10, 2005

Pinnacles National Monument

Englisch | Franzoesisch

Dieses Jahr fiel der 4. Juli auf einen Montag, weshalb wir in den Genuss eines 'long week-end' kamen. Wir nutzten die Gelegenheit und fluechteten fuer drei Tage vor dem franziskanischen Nebel Richtung Suedosten mit unserem neu erworbenem Auto, welches wir inzwischen um Thule Velotraeger aufgeruestet hatten. Unser Ziel war das Pinnacles National Monument, ca. drei Autostunden von unserem Zuhause entfernt. Die Fart verlief problem- und staulos, mal abgesehen von einem gigantischen Harley Treffen in Hollister, welches das ganze Staedtchen in ein Dauervibrieren und -droehnen versetzte und uns mit unseren Velos auf dem Autodach ziemlich fehl am Platz erschienen liess.

Nach Ankunft auf dem Zeltplatz machten wir uns bald auf eine Wanderung im Park. Die steinige, huegelige, abwechslungsreiche Landschaft war unglaublich schoen. Einen der angesiedelten Condors bekamen wir nicht zu sehen, aber trotzdem viele andere Raubvoegel. Da es sich beim Pinnacles um einen nicht sehr bekannten Park handelt, hatte es entsprechend wenig Leute und wir waren sozusagen alleine unterwegs fernab jeglicher Touristen und Wochenendausfluegler. Beim spaeteren Nachtessen konnten wir unseren neuen Gaskocher vom REI einweihen, welcher unser Wasser innerhalb Rekordzeit zum Sieden brachte - wenn ich denke, wie oft wir in der Vergangenheit (Kanada, Koriska, etc.) mit unserem Benzinkocher hungrig eine halbe Stunde auf lauwarmes Wasser warteten...

Viele Parks haben nur wenige bis keine Wege, die fuer Velos zugelassen sind. Deshalb fuhren wir am Sonntag zum Henry Coe State Park bei Morgan Hills, welcher ueber 100 Miles MTB Trails verfuegt! Unsere Tour beinhaltete einen genialen Downhill Ride auf Single Trails und wir fuhren ca. eine Stunde auf diesem abwechslungsreichen Trail nur bergab. So eine geniale MTB Fahrt habe ich noch nie erlebt und ich kann kaum warten, in dem Park noch weitere Trails zu erkunden.

Am Montag, dem amerikanischen Nationalfeiertag, wurde der Zeltplatz schnell immer leerer und nach der Rueckkehr von einer weiteren schoenen Wanderung waren wir die einzigen noch verbleibenden Gaeste in unserem Teil des Zeltplatzes. So genossen wir noch ein paar Stunden das heisse und sonnige Wetter, die schoene lebhafte Natur und die angenehme Ruhe. Am Nachmittag machten wir uns dann schweren Herzens wieder auf den Weg zurueck nach San Francisco - zurueck in die Zivilisation.