Montag, Mai 01, 2006

NAUI

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In den letzten Jahren sind Lee und ich an mehrere wunderschoene Orte gereist. Eine Welt blieb uns bisher aber verschlossen: die Unterwasserwelt. Sei dies an der Suedwestkueste von Afrika, am Tasmanischen Meer in Neuseeland oder vor unserer Tuer am Pazifik, naeher als ein Bootsausflug kamen wir der Unterwasserwelt nicht. Wenn wir doch nur tauchen koennten...

Also meldeten wir uns hier in der Bay Area fuer einen NAUI Tauchkurs an, welcher sowohl Theorie, Hausaufgaben, schriftliche Pruefung als auch Schwimmbad Lektionen und Open-Water Lektionen beinhaltete. Geleitet wurde der Kurs von Wayne Mitchell, einem Haudegen wie aus dem Bilderbuch: 25 Jahre bei der San Francisco Fire Department Coast Rescue Unit, hart wie stahl, Humor wie man ihn vorwiegend in der Armee kennt, ein riesiges Repertoire an Tauch Geschichten (I once had this guy who...) und immer praezise organisiert. Kein Witz - mir sind solche Unikate nun mal sehr sympathisch.

Ich erspare Euch die Details zu der Diving Theory, den Dive Tables, dem Diving Equipment, ueberspringe die Schwimmbad Lektionen und komme gleich zu den wahren Highlights. Die Open Water Tauchgaenge fanden in Monterey statt, in echtem Meer! Grpf, das ist das erste Mal schon etwas anders als im klaren, warmen, sicheren Schwimmbad... Und das mit dem einengenden Ganzkoerper Neopren, der Auftriebsweste, dem Tauchtank, etc.

Mit jedem Tauchgang ging es aber zuenftig vorwaerts was Technik und Selbstvertrauen anging. Den letzten Tauchgang unternahmen mein Dive Buddy Lee und ich dann alleine, was wirklich genial war. Keine Flossen und Wasserblaeschen von anderen im Gesicht, kein Regulator aus dem Mund gerissen, dafuer Seesterne, Seegurken, diverse Fische, Krustentiere, Mollusken, Anemonen, Kelp und viele Pflanzen (all dies in ca. 12m Tiefe direkt ab der Kueste!).

Auch an der Wasseroberflaeche war es ganz cool, denn wir erhielten Besuch von einem fetten Seehund (nein, kein Seeloewe) der sichtlich interessiert an den Tauchflossen war, ein Otter liess sich 3m von uns entfernt nicht stoeren und ass gemuetlich seinen Lunch auf dem Ruecken schwimmend, Delphine sprangen aus dem Wasser und schoene schwarze Voegel (nein, keine Raben) flugen knapp ueber dem Wasser an uns vorbei.

Wir hatten viel Spass waehrend den 4 1/2 Tagen Kurs, auch mit den anderen Teilnehmern. Besonders mit den Russen und Ukrainer war es ganz lustig (als die alle Orangensaft zum Nachtessen bestellten traute ich meinen Augen nicht mehr...). Dies ist hoffentlich nur der Beginn unserer Taucherlebnisse - weitere Kurse und vor allem Tauchausfluege sind geplant!