Samstag, Mai 20, 2006

Yosemite

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Letzte Woche goennten wir uns ein langes Wochenende und verreisten von Freitag bis Sonntag in den Yosemite Nationalpark. Ich wusste nicht, was ich fuer ein Landschaftsbild erwarten sollte, aber es war unglaublich schoen und eindruecklich in dem von gigantischen Granitstein Bergen umgebenen gruenen Tal.

Am Donnerstag Abend fuhren wir mit dem Auto los, vollbeladen mit Camping Ausruestung und Lebensmittel fuer eine fuenfkoepfige Familie. Auf halbem Wege spuerten wir die Muedigkeit (und das Knurren im Magen) und entschieden uns, in Tracy zu uebernachten. Diese Stadt ist nicht gerade ein Highlight, aber es war schoen warm dort bei fast 30 Grad Celsius. Ganz im amerikanischen Stil gingen wir in einem der unzaehligen Fastfood Restaurants entlang dem Highway essen. Im Carl's Jr., Home of the Six-Dollar Burger, bestellte ich einen Low-Carb Burger. Erwartet hatte ich einen Burger mit weniger Fett, Fleisch und Sauce, doch erhalten habe ich einen Burger ohne Broetchen, eingewickelt von einem Salatblatt...!! Unglaublich, ich kann es jetzt noch nicht fassen.

Freitag fuhren wir dann frueh morgens den zweiten Teil der Strecke Richtung Yosemite und wurden im Park von imposanten Wasserfaellen und der El Capitan Felswand empfangen.



Campingplatz beziehen, Zelt aufstellen, Lebensmittel in dem Bear-Proof Locker verschliessen und ab auf die erste Wanderung. Diese Wanderung fuehrte uns zu den Nevada Falls hinauf. Unglaublich diese Wassermassen nach all dem Schneefall und Regen der letzten Monate. Von hier aus ginge es auch weiter auf den beruehmten Half-Dome, welcher momentan aber noch unzugaenglich ist (wir haben uns vorgenommen den Half-Dome im Herbst zu besteigen). Wir genossen die Ausicht und das Mittagessen aus dem Rucksack, bevor es an den Vernal Falls vorbei wieder zurueck ins Tal ging. Die Steaks warteten schon darauf, von uns gegrillt zu werden.











Fuer den Samstag hatten wir eine weitere 5h Wanderung geplant mit dem Ziel Yosemite Falls, dem groessten Wasserfall der Vereinigten Staaten. Schnell gewann man Hoehe und nach 2h hatten wir die ca. 1'000 Hoehenmeter gemeistert. Die Aussicht dort oben war spektakulaer, schon fast schwindelerregend. Wir genossen den Rundumblick, die Sonne und die Ruhe fernab der Touristemassen bevor es wieder an den Abstieg ging. Auf dem Weg nach unten sahen wir erstaunliche Bilder: rotkoepfige, uebergewichtige, schlaeppchentragende, jacke&jeanstragende, zehnjaehrige, sechzigjaehrige, fluchende und schwitzende Wanderer, welche alle nach oben wollten, und es am Schluss sicher auch geschafft haben. Es ist ja meistens nur eine Willensfrage (und eine Zeitfrage). Am Abend gab es Chili und Wuerschtli vom Grill, schmeckt einfach alles noch viel besser beim Zelten.





Ich war uebrigens am Samstag um 6.00h aufgestanden, um fuer einen Zeltplatz anzustehen, da wir von Samstag auf Sonntag keine Reservation hatten. Ich war um diese Zeit schon der Fuenfte in der Schlange, erhielt um 8.00h dann aber gluecklicherweise auch noch einen Platz zugewiesen. Da Amerikaner im Gegensatz zu gewissen anderen Laendern keine Scheuh haben mit Fremden zu reden, ging die Wartezeit zudem sehr schnell vorbei.

Am Sonntag nahmen wir es gemuetlich und lasen ein wenig am Fluss an der Sonne, bevor es dann am Nachmittag bei ueber 30 Grad Celsius zurueck nach San Francisco ging.



Noch immer habe ich die Bilder vom Yosemite vor Augen, es war einfach unglaublich schoen in diesem Tal. Kein Wunder haben schon ueber hundert Millionen Toursiten den Yosemite National Park besucht. Ich freue mich schon jetzt darauf, die von Daniel Grob ausgearbeitete Veloroute durch den Yosemite zu absolvieren, doch zuerst muessen die Paesse Schnee frei sein.