Freitag, Juni 09, 2006

Dubai Desert Safari

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Genug des Luxus, als letzte touristische Aktivitaet war eine kleine Wuestensafari geplant. Dass in dem 6h Programm gleich zwei Dutzend Aktivitaeten aufgelistet waren haette mich stutzig machen sollen, doch ich hatte offensichtlich zu diesem Zeitpunkt noch nicht kapiert, wie der Laden hier in Dubai laeuft.

Die Safari ging los mit Abfahrt von meinem Hotel anderthalb Stunden zu spaet. Als erste kurzfristige Aktivitaet war deshalb Rennautofahren mit 160 km/h auf Dubai's Autobahn angesagt. Nicht so toll, wenn man wie ich seitlich sitzend in der dritten Sitzreihe eingepfercht ist, ohne Gurte dafuer mit den Beinen rechtwinklig und seitlich zum Koerper.

Angekommen in der Sandwueste, Luft raus aus den Pneus, wurden wir die Duenen mit dem Jeep in Schraeglage rauf und runter gefahren, was sich Dune Bashing nennt. Das erste Mal lustig, das zweite Mal langweilig, beim dritten Mal war mir schlecht, doch noch lag die ganze Wueste vor uns...



Beim naechsten Halt war Sandboarding angesagt. Jeder der cirka dreissig Teilnehmer hatte die Gelegenheit, auf einem Snowboard zweieinhalb Meter eine flache Sand Duene herunterzurutschen. Nervenkitzel pur...



Danach ging es zum Quad Biking, sofern man bereit war dafuer unerwartet 25 Franken extra zu bezahlen. Die Zahlungsunwilligen konnten gratis zuschauen. Das Bild welches sich mir als Zuschauer bot war bizarr: Dutzende von Touristen rasten in der Daemmerung wie Hohle kreuz und quer auf einer abgesteckten Flaeche rum, ohne Helm, ohne markierte Richtung, ohne Ruecksicht auf andere - ich wartete nur auf den ersten Crash...



Als Alternative konnte man auch Falken ablichten, doch der Typ wollte tatsaechlich Geld dafuer. Mit dieser Halsabschneiderei war meine gute Laune endgueltig vorbei. Die sehr imposanten Falken habe ich dann trotzdem und zur Empoerung des Typs ohne Bezahlung abgeblitzt. Der Falke links war ein Riesenvogel, allerdings nicht sehr geschickt, denn er wollte dauernd davonfliegen trotz der Schnur am Bein die ihn jeweils abrupt zurueckhielt...



Wir kamen zum Hoehepunkt der Safari: das Camel Riding. Auf dem Kamel sitzend, dem Sonnenuntergang entgegen, umgeben von endloser Wueste... Leider nicht ganz, denn das Kamelreiten fand auf einem Parkplatz statt und die Strecke entlang den Autos war keine zehn Meter lang und dann wieder zurueck. Das Aufsitzen auf das Kamel ging laenger als das eigentliche Reiten. Ist leider mein voller Ernst...





Das Programm machte trotzdem hungrig, und das Nachtessen am Boden schmeckte ueberraschenderweise ziemlich gut. Zur Unterhaltung gab es dazu Bauchtaenze. Die Aufforderung zum Tanz musste ich dann allerdings dankend ablehnen...