10 Days in Switzerland
Am Freitag Abend traf ich in der Schweiz ein und freute mich auf die kommenden zehn Tage Schweizer Leben. Die erste volle Woche war tagsdurch noch Arbeiten angesagt (mit dem Laptop am Bahnhof SBB neben dem Cervelat Stand, da ich sonst nirgends vernuenftig Wireless fand in der Region...) und abends dann jeweils ein wenig Festen mit Freunden oder Familie. Wohnen konnte ich im Elternhaus, in welchem ich 25 Jahre zuhause war und in welches ich noch immer gerne zurueckkehre.

Abgeholt wurde ich von meiner Schwester Tabea, und gleich ging es zum Nachtessen beim Heyer in Biel-Benken. Die Auswahl an Schweizer Spezialitaeten war gross, und ich entschied mich fuer Brutzli: auf dem heissen Stein serviertes Fleisch. Ich nahm dieses Menu in erster Linie der grossen Serviette wegen, die einem um den Hals gebunden wird, und die ich wirklich gut gebrauchen konnte.

Fuer den Samstag Abend hatte der Luong ein Fest geplant, welches zufaellig mit meinem Besuch uebereinstimmte, was natuerlich genial war, denn so konnte ich auf einen Schlag gleich Luongo, Aeggti, Meier, Yuko, Flury, Antoine, Julien und Schosslae sehen und mit ihnen ein paar Bierchen trinken. Es war ein extrem lustiger Abend, halt noch genau so wie frueher, wenn auch ein wenig gemaessigter vielleicht...






Am Sonntag Morgen war ich zum Brunch bei Dominique's Eltern eingeladen. Seine Mutter Julia bereitete ein riesiges feines Fruehstueck vor, und ich schlug voll zu, hatte ich doch schon seit ueber einem Jahr keinen Zopf, keine Schweizer Milch, kein Schweizer Joghurt etc. mehr genossen. Am Abend ging ich dann noch mit ihm und seiner Verlobten Margo Pizza Essen - von einem Essen zum anderen, und ich war erst zwei Tage in der Schweiz.
Montag Morgen ging ich bei Canoo vorbei und erzaehlte ein wenig von unserem Projekt bei Navis. Danach gingen wir noch Mittagessen. Es war toll, die Canooeys wiederzusehen, denn viele wurden ueber die Jahre zu guten Freunden. Am Abend waren Lee und ich mit meinen Eltern bei Lee's Eltern zum Nachtessen eingeladen. Natuerlich war auch Chili mitdabei. Es war wie immer ein gemuetlicher Anlass.


Trotzdem Lee am Dienstag bereits anderswertig verpflichtet war, wurde ich am Abend von den Groblis zum Nachtessen eingeladen. Ich freute mich sehr darauf, denn dies gab mir auch die Gelegenheit, Daniel und Andrea's Kinder Roman, Dario und Cyril zu sehen, welche ich alle sehr gut mag. Peinlicherweise verlor ich gegen Roman 8:1 beim Muehle spielen. Als er mir dann auch noch erklaerte, was fuer Fehlzuege ich mache, wurde mir langsam unangenehm. Roman ist 6 Jahre alt... Naechstes Mal spiele ich gegen Dario, der ist erst 4 Jahre alt. Als die Kleinen dann im Bett waren, weihte mich Daniel auf seiner Playstation ins Gitarre Spielen ein. Ich war zwar kein Jimmy Hendrix wie Daniel, doch das Feeling vom Rockstar war voll da.




Am Donnerstag waren Lee und ich bei Felix und Denise eingeladen, welche uns vor einem Jahr zu Beginn ihrer Weltreise in San Francisco besuchen kamen. Felix brillierte als Grillmeister und beide verwoehnten uns mit urchiger Schweizer Kost. Wir redeten stundenlang vom Reisen und fernen Laendern. Ich blieb dann gleich zum Schlafen bei ihnen, zu voll war mein Magen um noch auf Aesch heimzuradeln.
Am Freitag musste ich frueh aufstehen, denn ich ging auf Flims zu Marc und Sigrid. Wie immer mit Marc, war natuerlich Biken angesagt. Wir machten eine Tour auf die Alp Mora hinauf und zurueck ueber Bargis, wo wir noch kurz halt im Bergrestaurant machten. Es war ein Tag mit traumhaftem Wetter und einer super Aussicht. Diese Tour gehoert sicher zu den schoensten Bike Touren, die ich je in der Schweiz gemacht habe. Am Abend grillierten wir gemuetlich, wobei ich Grillmeister sein musste, was mich ein wenig nervoes machte, wollte ich doch die feinen Steaks vom Metzger nicht zu zaehem Leder verkommen lassen - doch ich hatte Glueck und es kam gut. Leider musste ich am anderen Morgen schon wieder zurueck. Es war wie jedes Mal extrem gemuetlich und friedlich dort oben in Flims mit Marc und Sigrid in ihrer Plaunca.








Am Samstag heirateten Rahel und Jonas auf dem Standesamt Basel und Lee war Trauzeugin, weshalb ich auch dabei sein durfte an diesem speziellen Tag. Nach der Trauung gingen wir zu ihnen nach Hause und verbrachten alle zusammen den Nachmittag und Abend mit Spazieren, Plaudern und Filipa Zuschauen. Es war sehr schoen, Jonas und Rahel und ihre kleine Tochter Filipa als so glueckliche Familie zu sehen.

Am Sonntag trafen sich alle Barmans zum Brunch bei Lee's Bruder Phi in Baden. Nach ausgiebigem Fruehstueck gingen wir noch ein wenig Fussball Spielen, denn Phi's Sohn Jeffrey ist ganz Fussball verrueckt. Den Kleinen fehlt es zwar noch ein wenig an Haerte (Papi, aer het mir dr Balle waeggnoh... Papi, das isch Foul gsi...), doch das kommt schon noch. Natuerlich endete das Spiel aber mit den Kleinen in Traenen.

Damit endete mein zehntaegiger Schweizer Marathon, der zwar intensiv aber nie stressig war. Es war schoen, so viele Freunde und Familie wiederzusehen, und die Erlebnisse geben viel Energie fuer die Zeit im entfernten Kalifornien. Am Montag flog Lee wieder zurueck nach San Francisco, und ich erledigte letzte Sachen fuer den kommenden vierwoechigen Marathon...

