Sonntag, November 26, 2006

SCUBA Diving in Roatan

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Nachdem wir dieses Jahr im kalten Pazifik vor Monterey unsere NAUI Tauchzertifizierungen absolviert hatten, wollten wir nun unbedingt Gelerntes im warmen Atlantik vor Roatan, einer Insel Honduras, anwenden. So verbrachten wir ueber Thanksgiving neun Tage mit SCUBA Diving, Essen und Schlafen...

Das Wetter spielte nicht unbedingt mit diese Woche, und es regnete gleich schon bei der Ankunft. Die Einheimischen waren am Frieren, und wir als Kalifornier sind auch nicht mehr ganz so Kaltwetter-resistent...



Doch das Wetter truebte die Stimmung nur kurz, denn gleich nach unser Ankunft im Reef House Resort packten wir die Tauchausruestung und machten unseren ersten Tauchgang ab dem Tauchboot. Es war ueberwaeltigend, so viele Fische und Korallen auf einmal zu sehen.





Im ganzen Resort waren etwa zehn Personen zu Gast, die von Larry und Barry und seiner lokalen Crew vorzueglich versorgt wurden. So herrschte eine sehr familiaere Atmosphaere, trotz zwei relativ lauten New Yorkern... Das Essen nahmen alle am gemeinsamen Tisch ein, und es schmeckte super fein. Nachdem ich am ersten Abend gleich noch die Teller von zwei anderen Gaesten leer ass und mit der Gabel auskratzte, bekam ich ab dem folgenden Tag jeweils eine Extra Portion zum Fruehstueck, Mittagessen und Nachtessen. Larry sagte immer nur we don't want you to be hungry ;-) Larry gefaellt mir.



Wir machten jeweils zwei Tauchgaenge am Morgen, kamen danach mit dem Boot zurueck fuer das Mittagessen, und am Nachmittag gab es dann nochmals einen Tauchgang. Am fruehen Abend folgte das Nachtessen, und danach gingen wir jeweils schon bald schlafen, denn Tauchen macht unglaublich muede.



Nebst dem gemuetlichen Resort, dem feinen Essen und den netten Gastgebern und Gaesten war natuerlich das Tauchen das grosse Highlight. Das Riff vor Roatan ist das zweitgroesste der Welt und die Vielfalt an Tauchlokalitaeten sehr gross. Wir sahen viele Korallen in den verschiedensten Farben, Formen und Groessen. Die Fische waren wunderschoen und extrem spannend zu beobachten. Von Fingernagel-grossen Fischen bis zu Bierfass-grossen Fischen war alles vertreten. Noch mit Namen in Erinnerung sind mir unter anderen Seahorse, Scorpionfish, Filefish, Trunkfish, Pufferfish, Drumfish, Cowfish, Parrotfish, Sergant Major, Green Morey, Spotted Eagle Ray, Barracuda, Lobster, Crab, ... Jeder unserer 18 Tauchgaenge war spannend und aufregend und brachte neue Entdeckungen.









Unser Divemaster David war ein Lokaler, welcher konstant gut gelaunt und am Lachen war. Er sah im Wasser Fische, die so gut getarnt waren, dass ich sie trotz seinen Hinweisen jeweils erst nach ein paar Sekunden ausmachen konnte. Es ist mir noch immer ein Raetsel, wie er all die Tiere entdeckte.



Als Abschluss des Taucherlebnis machten wir noch einen Sharkdive. Mit dem Schnellboot ging es an die Kante eines 1000m tiefen Riffs, wo wir in 25m Tiefe inmitten von cirka 30 Grey Reef Sharks tauchten. Die 1-2.5m grossen Haie schwammen ueber, unter, links und rechts von einem mit ihrer so speziellen ruhigen Fortbewegungsweise. Es war sehr eindruecklich, diese aeusserst friedlichen Tiere von so Nahe und in ihrem natuerlichen Umfeld zu sehen.







Noch ein Tag obligates Pausieren vor dem Fliegen und schon war Sonntag Nachmittag und Zeit fuer unsere Rueckkehr nach San Francisco. Gerne waeren wir noch laenger geblieben, doch die Arbeit ruft. Wir haben aber bereits weitere Tauchplaene geschmiedet...