Donnerstag, September 13, 2007

Columbus Ohio

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Fuer eine Praesentation musste ich kuerzlich nach Columbus im Staate Ohio. Nach drei Jahren in Kalifornien war das ein ziemlicher Kulturschock...

Das fing bereits bei der Ankunft am Flughafen an, wo es fuer mich ausser per Mietauto keine Moeglichkeit gab, zur Zieladresse zu kommen. Public Transportation ist in Columbus offenbar ein Fremdwort.

Im Auto wollte ich ein wenig Radio hoeren. Es kam noch recht rockige Musik, doch dann stellte ich fest, dass dies alles sehr christliche Lieder waren - halbe Predigten mit Gitarren- und Schlagzeugsound im Hintergund. Schnell den Sender umschalten....zzzz....Praise the Lord....zzzz....Lord Jesus Christ....zzzz....God is always with you... Okay, wie stellt man diesen Radio nur ab??

Als ich nach der Praesentation ein wenig im Quartier herumlief, fiel mir auf, dass es gar keine Trottoirs hatte und sich alle nur in Autos fortbewegten - das sah fast ein wenig futuristisch aus so ganz ohne Fussgaenger, Fussgaengerstreifen, und Trottoirs.

Am Abend wollte ich noch was Essen gehen, und man empfahl mir just down the road to your left. Zum Glueck ging ich per Auto und nicht zu Fuss, denn die Fahrt dauerte gute fuenf Minuten.

Leider hatte es aber nicht viel Vernuenftiges an Restaurants und diese waren um zehn Uhr auch schon geschlossen. So musste ich mich zwischen drei Fast-Food Ketten entscheiden. Mein Wahl fiel auf Wendy's, doch auch die hatten den Laden schon zu und nur deren drive-through war noch offen. So setzte ich mich wieder ins Auto, fuhr an den Schalter und bestellte endlich mein "Nachtessen". Gegessen habe ich das restrukturierte Huehnchen dann im Auto auf einem riesigen, ausgestorbenen Parkplatz eines Einkaufzentrums - eine sehr spezielle Atmosphaere.

Nach dem doch recht unbefriedigenden Nachtessen ging ich zurueck ins Hotel aufs Zimmer. Dort traf mich fast der Schlag, denn in dem Zimmer war es so kalt wie in der Gefrierkammer eines Schlachthauses. Schnell rannte ich zur Air-Conditioning und drehte den Schalter auf Heizung heiss. Ich las noch ein wenig im Bett unter der Decke, waehrend die Heizung langsam das Zimmer aufwaermte. Uebrigens hatte es draussen etwa 28 Grad Celsius.

Zum Abschluss sah ich am Flughfafen noch ein paar Leute der Gewichtskategorie Superschwergewicht, was ganz gut ins Bild passte. Hungrig setzte ich mich ins Flugzeug und freute mich auf einen kalifornischen Avocado Salat.

Ein kurzer aber sehr erfahrungsreicher Aufenthalt. Ich liebe diese Ausfluege, welche einem Einblick in andere Kulturen geben.

Montag, September 10, 2007

Floyd

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Waehrend unseres Besuches in der Schweiz ist fuer Lee und mich ein langjaehriger Wunsch in Erfuellung gegangen: der Traum vom eigenen Hund. Lange hatten wir gewartet bis die Umstaende stimmten, und nun waren wir endlich bereit. Nach ergebnisloser Suche in den USA nach einem Grossen Schweizer Sennenhund fanden wir am Pfaeffikersee in der Schweiz unseren gewuenschten Vierbeiner Floyd. Beim Abholen war er 10 Wochen alt und noch viel am Schlafen...







Nachdem wir Floyd fuer ein paar Tage in der Schweiz hatten, ging es per Flugzeug wieder in die USA. Lee kehrte bereits ein wenig frueher nach Oakland zurueck um alles vorzubereiten, und ich kam mit Floyd nach. Am Flughafen in Zuerich war er natuerlich die Attraktion beim Einchecken, was er ziemlich zu geniessen schien. Ein mancher Passagier schlug mir vor, ihn in die Kabine mitzunehmen. Dazu war er aber schon zu gross, und er musste im geheizten Frachtraum in seiner Hundekiste reisen.



Floyd schien die 16-stuendige Reise gut ueberstanden zu haben und hat sich rasch in Oakland eingelebt. Dass er oft fuer einen Beagle or einen Berner Sennenhund gehalten wird, daran habe ich mich inzwischen gewoehnt. Im Quartier von Rockridge kennt man ihn auf jeden Fall bereits bestens...



Lee ist fuer zwei Wochen in Hawaii am Arbeiten und so besteht mein Leben momentan aus Arbeiten und Hundesitting. Trotz dem sehr ausgefuellten Programm macht es extrem Spass. Unglaublich ist zu sehen, wie Floyd in den vier Wochen bereits gewachsen ist. X-mal taeglich hoere ich beim Spazieren die Leute sagen look at his giant paws...



Ich komme zwar im Moment nicht mehr ganz so viel zum Velofahren, aber das ist okay so. Ich bin super gluecklich mit Lee und Floyd.

Sonntag, September 09, 2007

Three Weddings and no Funeral

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Auch diesen Sommer machten wir einen Besuch in die Schweiz, denn Familie und langjaehrige Freunde fehlen uns schon in den Staaten. Das Programm war wie immer vollgepackt vom ersten bis zum letzten Tag.

Poltertag von Felix im Laufental, welchen wir bei schoenstem Wetter draussen im Freien verbrachten, Festung und Burger und Voegel... Luong's Fest mit den alten und besten Kollegen, starke Rauchentwicklung beim Grillieren auf seinem Balkon... Taufe von Lee's Nichte Amelie in Baden im Kreise Ihrer grossen Familie, Lee's kleiner Neffe Jeffrey will nie mehr in seinem ganzen Leben mit mir Fussball spielen da ich ihm den Ball wegdribbelte... Feines Nachtessen bei Denis und Wei in Zuerich vor Ihrem Umzug in die Staaten... Puppies anschauen im Zuercher Oberland, wer koennte da schon nein sagen... Selbstgeklopfte fantastische Schnitzel bei Matz und Valerie, Vorfreude auf Ihren Amerika Besuch... Besuch bei Werni auf seinem eindruecklichen Bauernhof im Zuercher Oberland zusammen mit Dominique, Werni live nicht nur auf dem Velo... Visa Verlaengerung auf der Botschaft in Bern, die Stadt im Bauchaos... Grillieren in Fuellinsdorf mit allen Eltern und Geschwistern... super Hochzeit von Stebi im Elsass mit unwiderstehlichem franzoesischem Charme, am Tisch mit seinem Bruder welcher vor 27 Jahren mein Fussball Trainer war... Nachtessen bei Marc uns Sigrid in ihrer Altstadt Wohnung mit sagenhaftem Blick ueber die Daecher von Zuerich... Grillieren und Sport-Fachsimpeln mit Raffi in seinem Garten, ein wahrlich carnivores Mahl... Mittagessen mit Andreas, wie immer im Atlantis, zufaellig noch Baschi am Nachbartisch getroffen... Gemuetlicher Abend mit Filipa, Jonas und Rahel, der zukuenftigen ???... Ausgedehnter Lunch mit Christian bis zum Rauswurf wegen geschlossen... Nachtessen und Uebernachtung bei Christian und Nora und anschliessende Mini Hacker-Night mit Christian, zweieinhalb Stunden Schlaf... Idyllische Hochzeit vom zukuenftigen ??? Dominique und seiner Margo auf der Melchsee Frutt, Seeumwanderung am Tag danach, per Zufall Phi getroffen, mit dem Trotinett die Frutt runtergebolzt... Abholen von Floyd im Zuercher Oberland... Abreise von Lee zur Vorbereitung von Floyd's Ankunft in Rockridge... Meine Abreise nach San Francisco mit Floyd...

Es war toll zu sehen, dass es allen sehr gut geht, jeder seinen Weg geht und dabei gluecklich ist. Es bleiben viele schoene Erinnerungen an diesen Schweizer Besuch und einmal mehr die Erkenntnis, dass das Wertvollste fuer ein glueckliches Leben gute Freunde und Familie sind.