Columbus Ohio
Fuer eine Praesentation musste ich kuerzlich nach Columbus im Staate Ohio. Nach drei Jahren in Kalifornien war das ein ziemlicher Kulturschock...
Das fing bereits bei der Ankunft am Flughafen an, wo es fuer mich ausser per Mietauto keine Moeglichkeit gab, zur Zieladresse zu kommen. Public Transportation ist in Columbus offenbar ein Fremdwort.
Im Auto wollte ich ein wenig Radio hoeren. Es kam noch recht rockige Musik, doch dann stellte ich fest, dass dies alles sehr christliche Lieder waren - halbe Predigten mit Gitarren- und Schlagzeugsound im Hintergund. Schnell den Sender umschalten....zzzz....Praise the Lord....zzzz....Lord Jesus Christ....zzzz....God is always with you... Okay, wie stellt man diesen Radio nur ab??
Als ich nach der Praesentation ein wenig im Quartier herumlief, fiel mir auf, dass es gar keine Trottoirs hatte und sich alle nur in Autos fortbewegten - das sah fast ein wenig futuristisch aus so ganz ohne Fussgaenger, Fussgaengerstreifen, und Trottoirs.
Am Abend wollte ich noch was Essen gehen, und man empfahl mir just down the road to your left. Zum Glueck ging ich per Auto und nicht zu Fuss, denn die Fahrt dauerte gute fuenf Minuten.
Leider hatte es aber nicht viel Vernuenftiges an Restaurants und diese waren um zehn Uhr auch schon geschlossen. So musste ich mich zwischen drei Fast-Food Ketten entscheiden. Mein Wahl fiel auf Wendy's, doch auch die hatten den Laden schon zu und nur deren drive-through war noch offen. So setzte ich mich wieder ins Auto, fuhr an den Schalter und bestellte endlich mein "Nachtessen". Gegessen habe ich das restrukturierte Huehnchen dann im Auto auf einem riesigen, ausgestorbenen Parkplatz eines Einkaufzentrums - eine sehr spezielle Atmosphaere.
Nach dem doch recht unbefriedigenden Nachtessen ging ich zurueck ins Hotel aufs Zimmer. Dort traf mich fast der Schlag, denn in dem Zimmer war es so kalt wie in der Gefrierkammer eines Schlachthauses. Schnell rannte ich zur Air-Conditioning und drehte den Schalter auf Heizung heiss. Ich las noch ein wenig im Bett unter der Decke, waehrend die Heizung langsam das Zimmer aufwaermte. Uebrigens hatte es draussen etwa 28 Grad Celsius.
Zum Abschluss sah ich am Flughfafen noch ein paar Leute der Gewichtskategorie Superschwergewicht, was ganz gut ins Bild passte. Hungrig setzte ich mich ins Flugzeug und freute mich auf einen kalifornischen Avocado Salat.
Ein kurzer aber sehr erfahrungsreicher Aufenthalt. Ich liebe diese Ausfluege, welche einem Einblick in andere Kulturen geben.







