Sonntag, November 25, 2007

Car Shopping

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Seit einiger Zeit waren wir auf der Suche nach einem ein bisschen groesseren Auto, denn mit Floyd der schneller waechst als wir neue Kaefige kaufen koennen, kommt unser Passat Kombi langsam an seine Grenzen. Vorallem wenn dann auch noch das Zelt, die Coolbox und die Velos reinpassen sollen. Alle Kombis die wir anschauten waren nicht wirklich viel groesser als was wir schon haben, ein SUV bietet auch nicht mehr Platz und ist zudem nicht gerade umweltfreundlich - da blieb nur noch eine Option uebrig...

Am Tag nach Thanksgiving gingen wir nach San Leandro und schauten uns nach gebrauchten Honda Odyssey Minivans um. Wir mussten nicht lange suchen bis wir fuendig wurden. Eine Demo von all dessen Gadgets, eine kurze Probefahrt mit Floyd, ein wenig Verhandeln mit dem Verkaeufer, schnell einen gedeckten Cheque auf unserer Bank holen, ein Handschlag und der Wagen gehoerte uns. Den Passat tauschten wir gleich ein, auch wenn der Verkaeufer gar nicht an einem handgeschalteten Auto interessiert war. Ich musste noch zwanzigtausend Formulare unterschreiben (mit einem Leasing Vertrag waeren es gleich doppelt so viele Formulare gewesen), wobei ich keine Ahnung habe was ich alles signierte. Allen Kram umladen ins neue Auto, und dann ging es ab in den Dog Park mit Floyd, welcher sich ganz artig benommen hatte und ohne Zoegern in den Minivan einstieg. Der spontane Kauf spielte sich in weniger als vier Stunden ab. I love it.

Noch vor ein paar Wochen hatte ich zu Lee gesagt nie werde ich einen Minivan wollen..., doch der sportliche Honday Odyssey 2007 mit seinen 244PS, 6 Zylindern, 8 konfigurierbaren Sitzen in 3 Reihen, 16 Tassenhalter und 7 Jahren Vollgarantie gefaellt mir extrem gut. Damit koennen wir nun noch komfortabler und noch beladener Kalifornien unter die Raeder nehmen.

Dienstag, November 20, 2007

Doggy Bike Trailer

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Floyd geht zwei bis drei mal in der Woche tagsdurch in die Puppy Daycare. Diese liegt auf dem Weg ins Buero, und wird luden ihn bisher jeweils mit dem Auto ab. Mit der Zeit konnte ich dieses Innerorts Autofahren nicht mehr ausstehen, und ich vermisste zudem das taegliche Velofahren. Es musste was aendern...

Letzte Woche haben wir uns einen Hundeveloanhaenger bestellt - natuerlich das Heavy Duty Modell, da Floyd bereits jetzt ueber 50 Pfund wiegt und noch nicht einmal die Haelfte seines Endgewichtes erreicht hat. Er sprang sogleich in den Anhaenger und schlief ein wenig darin.





Nach einigem Angewoehnen und Ueben sind wir heute nun zum ersten Mal den ganzen Weg mit Velo und Anhaenger ins Buero und zurueck gefahren. Floyd sitzt zwar noch statt Platz zu machen, was einiges bequemer waere auf der zwanzig-minuetigen Fahrt, doch davon abgesehen klappt es ganz gut. Da er die Angewohnheit hat, beim Sitzen jeweils anzulehnen, lehnt er momentan am seitlich angemachten Rad an, was einen ziemlich bremsenden Effekt hat. Ich troeste mich mit dem Gedanken, dass es damit ein noch besseres Velotraining fuer mich ist...

Fuer einen Double Century sind wir noch nicht ganz eingespielt, aber fuer eine Velotour in Oakland sind wir sicherlich bereit.

Montag, November 19, 2007

Livermore

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Am Sonntag ging ich mit meinen Arbeitskollegen Robert, Scott und ein paar Freunden von Scott in Livermore Rennvelo fahren. Das Wetter war genial: strahlend blau, warm und fast kein Wind. Die Strecke fuehrte von Livermore Richtung Sueden durch einen wunderschoenen Canyon. Auf halbem Weg machten wir kurz halt um uns zu staerken (Robert staerkte sich mit einem Cheeseburger...). Auf der Rueckfahrt floss dann das Tosteron in grossen Mengen (wie sie hier so sagen), denn es wurde kraeftig Tempo gebolzt und niemand wollte abreissen lassen. Hoch zufrieden kamen wir von den huegeligen 100km zurueck. Die Gruppe war recht stark, und es hat super Spass gemacht. Zur Regeneration gab es ein kuehles Bier im Garten von Tom. Bei diesem Zusammensitzen wurde mir einmal mehr bewusst, wie privilegiert wir hier sind, solch extrem nette und interessante Leute zu kennen.

Samstag, November 17, 2007

Matz & Valerie

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Im Oktober bekamen wir Besuch von Matz & Valerie, welche auf einer dreiwoechigen Reise durch den Westen der USA waren. Sie starteten und endeten ihre Reise in San Francisco und waren dazwischen mit Jeep und Zelt unterwegs. Sie erlebten unglaublich viel auf ihrer Reise. Ihre hautnahe Begegnung mit einem Baeren waehrend dem Zelten werde ich nicht vergessen... Mit ihren tollen Photos machten sie uns gluschtig auf weitere Ausfluege und Reisen hier in den Staaten.



Die kurze Zeit mit Matz & Valerie hat sehr Spass gemacht und es hat mich sehr gefreut, die beiden wieder zu sehen und uns zu revanchieren fuer das feine Nachtessen, zu welchem wir von den beiden in der Schweiz eingeladen waren.

Donnerstag, November 15, 2007

Williams CA

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Fuer das vergangene Wochenende war in der Bay Area schlechtes Wetter prognostiziert, und wir ergriffen die Flucht Richtung Norden. Ziel war Williams cirka drei Stunden noerdlich von Oakland, denn dort gibt es Hotels wo Hunde erlaubt sind und das Zimmer nicht 300$ pro Nacht kostet. Aber eigentlich war der Weg das Ziel, denn Williams selbst ist nicht viel mehr als ein Truckstop entlang dem Highway 5. Ich mag diese Orte aber noch recht gut, es ist jeweils sehr amerikanisch und erinnert mich auch immer an unsere vielen Reisen in den vergangenen drei Jahren.

Wir fuhren durch das Napa Valley gegen Norden zu, sahen aber nicht sehr viel, da es kraeftig regnete. Beim Geysir Old Faithful machten wir einen Halt und trafen idealerweise genau dann ein, als er zu spruehen begann. Er ist einer der wenigen Geysir, welche in regelmaessigem Interval aktiv sind (ca. alle 30 Minuten). Er wird sogar dazu verwendet, Erdbeben vorherzusagen, was auf Grund von plattentektonischen Abhaengigkeiten moeglich ist. Die schwefelige Fontaene war gute 10m hoch und hielt fuer etwa fuenf Minuten an, bevor der Geysir wieder ruhig wurde.



Die Fahrt nach Williams zog sich noch recht hin, und wir trafen erst im Dunkeln im Holiday Inn Express ein. Zum Nachtessen gab es Taco Bell. Floyd benahm sich ganz artig im Hotel und war in der Nacht einiges leiserer als das Geschnarche unseres Zimmernachbars.



Am Sonntag Morgen war das Wetter perfekt, blauer Himmel, warm, keine Spur mehr vom Regen des vorigen Tages.



Das wollten wir ausnuetzen und fuhren zum Clearlake, wo wir ein wenig am See entlang spazierten. Danach fuhren wir nochmals durch das Napa Valley und sahen nun die Schoenheit dieses Weingebietes. Die Strasse wand sich durch die herbstlich gefaerbten Reben und fuehrte an vielen Weinguten vorbei. Wir machten bei einer Brauerei halt (schon fast ein Vandalenakt...), wo man draussen auf urchigen Baenken sitzen und speisen konnte. Die Brauerei hatte den Slogan it takes a lot of good beer to make good wine. Danach fuhren wir zurueck nach Oakland, wo es mittlerweile auch schoenes Wetter hatte.

Samstag, November 03, 2007

Antwerp

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Ende Oktober musste ich fuers Geschaeft fuer zwei Wochen auf Europa, zusammen mit ein paar Kollegen von der Firma. Es wurden zwei unerwartet abenteuerliche Wochen.

Der erste Teil der Reise fuehrte uns nach Antwerpen zum Schiffsterminal eines Kunden. Nebst vielen Stunden in Bueros gab es auch eine Fuehrung durch das Hafengelaende, was immer sehr interessant ist, denn keine zwei Anlagen und Prozesse sind gleich. Spannend an dieser ersten Woche war auch, dass ich in das Projekt aktiv involviert bin und hoffentlich schon bald mein momentanes Softwareprojekt dort im Einsatz sehen werde. Zum Abschluss gingen wir in einem guten Restaurant essen, in welchem es keine Speisekarte gibt sondern der Wirt einem die Menus verbal und mit Gestik vortraegt - sehr amuesant.

Weiter ging die Reise per weissem VW Minibus (so ein 12-Plaetzer) nach Neuss in Deutschland. Da ich zu diesem Zeitpunkt der einzige Europaer unserer Truppe war und wohl auch als einziger einen geschalteten Wagen fahren konnte, wurde ich zum Fahrer erkoren. Ich bedankte mich fuer das Vertrauen und nahm mit Freuden hinter dem Steuer Platz. Wir fuhren die Strecke von Belgien nach Deutschland mit kurzem Zwischenhalt bei MacDonalds. Es kam mir vor, wie eine grosse Familie auf einem Summer Roadtrip.

Das Hotel in Neuss war dann absolut unterste Schublade - extrem unfreundliches Personal und grausige Zimmer (man konnte waehlen zwischen Raucherzimmer + Wireless oder Nichtraucherzimmer + No Wireless). Und welcher Idiot hatte wohl die Idee, die Raucherzimmer im ersten von fuenf Stockwerken anzulegen... In der Nacht konnte man dann entweder im Rauch ersticken oder das Fenster aufmachen und von der lauten Strasse und dem Gueterverkehr auf Schienen beschallt werden. Super :-( Das Zimmer war zudem so klein, dass ich kaum Liegestuetzen machen konnte (fast haette ich auf Frauen-Liegestuetzen umstellen muessen um Platz zu sparen...). Der Hammer war dann, als ich im Bett kurz vor Mitternacht noch las und ploetzlich einer vom Personal mit einem Passepartout in mein Zimmer eindrang. Als er mich sah, entschuldigte er sich nicht etwa, sondern fluechtete schnell. Das Parking war auch sehr speziell, denn man musste in einen extrem engen Autolift, der nur etwa 20cm laenger war als unser Minibus. So war beim taeglichen Rein- und Rausparkieren Michael Schumacher Praezision gefragt.

Inhaltlich waren die Tage in Duesseldorf bei einem Kranenhersteller sehr spannend, doch rundherum war es sehr trist - das schaebige Hotel, dauernd Regen, jeden Tag morgens und abends im nassen Stau mit dem Minibus, kaum ein Restaurant in der Naehe des Hotels. Naja... Der letzte Abend war dann aber eine gute Entschaedigung, denn wir wurden von den Deutschen auf Koeln eingeladen zu einer Besichtigung der Altstadt und einem koelnischen Nachtessen. Wir besichtigten den Koelner Dom, ein wahnsinnig imposantes und schoenes Kunstwerk, unglaublich dass es den Zweiten Weltkrieg praktisch unbeschaedigt ueberstanden hatte. Die Altstadt ist gleich am Rhein gelegen, mit ganz vielen rausgestuhlten Restaurants und verwinkelten Gassen. Sehr schoen. Das Highlight war dann das Nachtessen in einer Bierbrauerei. Das Lokal war riesig, mit x Raeumen die alle irgendwie verbunden waren und mehreren unterirdischen gewoelbten Hallen die labyrinthartig angelegt und ueber kleine Treppen verbunden waren. Genial! Es gab ein urchiges Nachtessen mit Bier, Haxen, Schinken, Sauerkraut, etc. Ganz fein war das. Und die Biere sind nur 2.5dl gross, so dass das Bier nie warm wird und vom Kellner immer gleich ohne Nachfragen nachgefuellt wird, sobald das Glas leer ist, bis dass man einen Deckel auf das Glas legt. Die Buchfuehrung geschieht auf einem Bierdeckel. Unsere deutschen Gastgeber haben dann einiges zu Geschichte, Karneval und so erzaehlt. Ein super Abend.

Danach ging die Reise weiter nach Holland. Inzwischen war ich recht vertraut mit dem Minibus und fuhr die paar hundert Kilometer gleich zuegig wie mit unserem privaten Passat. Nach den Gespraechen in Rotterdam war dann die Reise zu Ende, und es ging zurueck in die Staaten. Ein Franzose, zwei Inder, eine Kanadierin, zwei Amerikaner und ein Schweizer - eine bunte Truppe unterwegs mit dem Minibus :-)