Freitag, April 22, 2005

Menu

Englisch | Franzoesisch

So, die Koffer sind gepackt, die warmen Kleider sind dabei und morgen frueh um halb sechs faengt der Reise Marathon in die Schweiz an. Die Vorfreude ist gross und natuerlich bin ich schon kraeftig am Planen, was ich denn alles essen will waehrend dieser Helvetia Woche (nach zweieinhalb Wochen Velofahren und Reis Essen in Sri Lanka vor zwei Jahren raeumte ich damals nach der Rueckkehr in die Schweiz gleich die Minibar im Zug aus...). Mmmh:

- Walliser Kaeseschnitten
- Roeschti mit Zuercher Geschnetzeltem
- Aelplermakkaronen
- Stroganoff
- Kalbs Cordon Bleu mit Nudeln
- Saucissons mit Sauerkraut
- Spaghetti Carbonara
- elvetino Rustico Sandwich
- Tiramisu
- Laeckerli und Luxemburgerli
- Emmi und Hirz Joghurts
- Honigbrot
- Ueli Bier

Mein Magen und meine Seele freuen sich bereits jetzt.

Nur am Rande: als wir die ersten paar Mal auswaerts Essen gingen, dachte ich immer, haben sie denn hier keine Hauptgaenge sondern nur Vorspeisen? Mittlerweile ist aber auch mir klar, dass der Hauptgang 'Entree' heisst und die Vorspeise 'Starters'... Die armen franzoesischen Touristen. Was allerdings die Groesse der Portionen angeht, so wuerde manche der Vorspeisen bei uns als Hauptgang durchgehen...

Donnerstag, April 21, 2005

Poison Oak

Englisch | Franzoesisch

Als Kind hatte ich grossen Respekt vor Brennnesseln und fuerchtete mich sehr vor dem starken Juckreiz und den qualvolle Schmerzen (in Wahrheit war es nie so schlimm, aber das verdraengte ich immer irgendwie). Als hoechste Strafe sah ich es immer, in einen grossen Brennnesseln Strauch geworfen zu werden...

Haette ich schon damals von Poison Oak gewusst, so hatte ich wohl fuer Brennnesseln nur ein muedes Laecheln uebrig gehabt. Kuerzlich hat's mich naemlich beim Biken auf einem engen Single Trail in Marin erwischt: dieses harmlos scheinende Pflaenzchen hat ein Oel, auf das viele Leute, ich offenbar eingeschlossen, bei Hautkontakt allergisch reagieren. Es juckt wie wild ueber mehrere Tage und je mehr man kratzt, desto mehr juckt es und desto mehr Blatern bilden sich - unschoen. Hautschuerfungen von Dornen an der Kontaktstelle machen das ganze zusaetzlich unangenehm.

Das habe ich jetzt davon, dass ich hier meistens mit dem Mountain Bike auf wilden Pfaden statt wie gewohnt mit dem Rennvelo auf sicherem Asphalt unterwegs bin... Aber Leiden gehoert ja zum Velofahren wie zwei Raeder ;-)

So genug geklagt, alles halb so wild - ich werd's ueberstehen. Uebrigens, laut kalifornischem Gesetz ist man bei Arbeitsausfall in Folge von Poison Oak finanziell gedeckt - vielleicht sollte ich mich mal in Badehosen in ein paar Poison Oak Straeuchern waelzen.

Montag, April 18, 2005

Attitude

Englisch | Franzoesisch

Kuerzlich hatte ich ein Gespraech mit einer Person amerikanischen Ursprungs, die ein paar Jahre in der Schweiz verbracht hatte. Waehrend deren Erzaehlungen wurde mir bewusst, wie schnell Einzelerlebnisse zu Pauschal Aussagen ueber ein ganzes (Schweizer) Volk werden. Obwohl dies wahrscheinlich unbeabsichtigt geschah, so hat es mich doch mehr als einmal ziemlich in meinem Stolz getroffen. Ich werde mich deshalb hier in San Francisco in Zukunft noch mehr hueten, mit vorgefassten Meinungen Dinge anzugehen und aufgrund von Einzelerlebnissen ein ganzes Volk zu schematisieren. Es passiert so leicht, ist aber oft so falsch...

Natuerlich denken beim Wort USA viele zuerst einmal an Bush, aber hier in San Francisco hat Bush prozentual sicher weniger Freunde als ein Blocher in der Schweiz. Doch genug der Vergleiche zwischen Nationen - andere Regionen, andere Gegebenheiten, andere Sitten. Ich werde mir immer mehr bewusst, wie wenig es bringt Vergleiche anzustellen. Viel wichtiger scheint es mir, Positives zu schaetzen, Neues aufzunehmen und Unvertrautes zu akzeptieren.

Zum Beispiel ist es immer wieder bewundernswert, welche Toleranz die Leute hier in der Bay Area haben; sei das gegenueber anderen Verkehrsteilnehmern, Personen von anderem sozialem Status, Personen anderer Rasse, Personen die sich falsch verhalten, Personen die Hilfe brauchen, etc. Manch einer koennte sich an der hier vorhandenen Toleranz ein Vorbild nehmen - mich eingeschlossen.

Sonntag, April 17, 2005

Swiss Invasion at Navis

Englisch | Franzoesisch

Lee verbrachte die ersten drei Monate nach ihrem Eintreffen mit Ferien geniessen, San Francisco erkunden, Wohnung suchen, Wohnung einrichten, mich kulinarisch verwoehnen, etc. Doch auch fuer sie wurde es irgendwann einmal Zeit, einer "richtigen" Arbeit nachzugehen. Fuendig wurde sie bei navis. Richtig - jene Firma, fuer welche ich bereits taetig bin. Ob das gut geht?, wird sich ein mancher fragen. Wir sind ueberzeugt davon, denn navis ist eine ziemlich grosse Firma und unsere Aufgaben liegen in unterschiedlichen Bereichen. Da navis aktiv Java Entwickler suchte und zudem ein recht attraktiver Arbeitgeber ist, war dies eine sehr gute Gelegenheit. So pendeln wir nun also beide taeglich nach Oakland mit Velo und Bart.

In unserem Projekt sind nun der Projektleiter, ein Framework Entwickler und eine Applikations Entwicklerin Schweizerischen Ursprungs. Der Beginn einer Schweizer Invasion?

Aus meiner Sicht ist das einzig Negative an der Geschichte, dass ich nun am Abend nicht mehr an einen bereits gedeckten Tisch mit fein duftendem Essen sitzen kann... ;-)