Montag, Juni 26, 2006

Advanced NAUI

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Das Tauchen hat uns wirklich in seinen Bann gezogen, und so haben wir vor kurzem den Advanced NAUI Tauchkurs in Monterey absolviert. Fuer die zwei Tage Kurs waren sechs Tauchgaenge angesagt, inkl. Tieftauchgang, Nachttauchgang und Navigationstauchgang. Dieses Programm liess uns im Vorfeld schon ein wenig nervoes werden, schliesslich ist dies doch ein haerteres Programm als noch beim Basic NAUI.

So ging es am Samstag gleich los mit dem Tieftauchgang auf 40m Tiefe (das Maximum fuer Recreational Diving) - was fuer ein sanfter Einstieg in den Kurs... Bei 30m Tiefe kehrten wir allerdings um, denn man sah schon dort keinen Meter mehr weit, zu truebe das Wasser (Plankton, Sand, etc.). Es war schon noch eindruecklich in dieser Tiefe zu sein, denn wenn dort was schief geht kann man nicht einfach nach oben an die Oberflaeche auftauchen, da man sonst mit Luftembolie, Dekompressionskrankheit, etc. rechnen muss, sondern man muss in solch einer Situation Notfallprozeduren anweden. Das war aber nicht noetig.



Danach gab es noch zwei weitere Tauchgaenge bei besseren Sichtbedingungen, und wir genossen diese Navigationstauchgaenge mit dem Unterwasser Kompass in der Hand. Abgerundet wurde der Tag mit einem feinen amerikanisch-urchigen Nachtessen zusammen mit den anderen Teilnehmern (diese waeren zwar keine Ukrainer wie beim letzten Kurs, aber trotzdem sehr lustig).



Am Sonntag mussten wir am Morgen um 3:45h aufstehen - fast wie am Morgestraich - denn um 5:00h war der Nachttauchgang angesagt. Zuerst in den noch vom Vortag nassen Neopren Anzug steigen, resp. sich reindruecken, ziehen, pressen, zerren. Danach ins 8 Grad kalte dunkle Wasser waten, ausgeruestet mit einer fetten Taschenlampe. Das war noch cool und recht aufregend im Dunkeln. Nur die schlafenden Fische schienen es nicht so cool zu finden, ins Gesicht geblendet zu werden.



Danach hatten wir nochmals zwei Tauchgaenge, bei welchen wir ziemlich frei in der Routenwahl waren, und wir nutzten die Gelegenheit um durch Kelpwaelder zu einem Anaemonen Feld rauszutauchen. Ein wenig erkunden, ein paar Unterwasser Photos schiessen, und schon mussten wir wieder umkehren um nicht in Luftknappheit zu geraten. Damit war auch dieser Kurs leider schon wieder vorbei, fuer den naechsten im Herbst haben wir uns allerdings schon angemeldet.

Freitag, Juni 09, 2006

Dubai Desert Safari

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Genug des Luxus, als letzte touristische Aktivitaet war eine kleine Wuestensafari geplant. Dass in dem 6h Programm gleich zwei Dutzend Aktivitaeten aufgelistet waren haette mich stutzig machen sollen, doch ich hatte offensichtlich zu diesem Zeitpunkt noch nicht kapiert, wie der Laden hier in Dubai laeuft.

Die Safari ging los mit Abfahrt von meinem Hotel anderthalb Stunden zu spaet. Als erste kurzfristige Aktivitaet war deshalb Rennautofahren mit 160 km/h auf Dubai's Autobahn angesagt. Nicht so toll, wenn man wie ich seitlich sitzend in der dritten Sitzreihe eingepfercht ist, ohne Gurte dafuer mit den Beinen rechtwinklig und seitlich zum Koerper.

Angekommen in der Sandwueste, Luft raus aus den Pneus, wurden wir die Duenen mit dem Jeep in Schraeglage rauf und runter gefahren, was sich Dune Bashing nennt. Das erste Mal lustig, das zweite Mal langweilig, beim dritten Mal war mir schlecht, doch noch lag die ganze Wueste vor uns...



Beim naechsten Halt war Sandboarding angesagt. Jeder der cirka dreissig Teilnehmer hatte die Gelegenheit, auf einem Snowboard zweieinhalb Meter eine flache Sand Duene herunterzurutschen. Nervenkitzel pur...



Danach ging es zum Quad Biking, sofern man bereit war dafuer unerwartet 25 Franken extra zu bezahlen. Die Zahlungsunwilligen konnten gratis zuschauen. Das Bild welches sich mir als Zuschauer bot war bizarr: Dutzende von Touristen rasten in der Daemmerung wie Hohle kreuz und quer auf einer abgesteckten Flaeche rum, ohne Helm, ohne markierte Richtung, ohne Ruecksicht auf andere - ich wartete nur auf den ersten Crash...



Als Alternative konnte man auch Falken ablichten, doch der Typ wollte tatsaechlich Geld dafuer. Mit dieser Halsabschneiderei war meine gute Laune endgueltig vorbei. Die sehr imposanten Falken habe ich dann trotzdem und zur Empoerung des Typs ohne Bezahlung abgeblitzt. Der Falke links war ein Riesenvogel, allerdings nicht sehr geschickt, denn er wollte dauernd davonfliegen trotz der Schnur am Bein die ihn jeweils abrupt zurueckhielt...



Wir kamen zum Hoehepunkt der Safari: das Camel Riding. Auf dem Kamel sitzend, dem Sonnenuntergang entgegen, umgeben von endloser Wueste... Leider nicht ganz, denn das Kamelreiten fand auf einem Parkplatz statt und die Strecke entlang den Autos war keine zehn Meter lang und dann wieder zurueck. Das Aufsitzen auf das Kamel ging laenger als das eigentliche Reiten. Ist leider mein voller Ernst...





Das Programm machte trotzdem hungrig, und das Nachtessen am Boden schmeckte ueberraschenderweise ziemlich gut. Zur Unterhaltung gab es dazu Bauchtaenze. Die Aufforderung zum Tanz musste ich dann allerdings dankend ablehnen...

Donnerstag, Juni 08, 2006

Dubai

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Vergangene Woche war ich fuer navis bei einem potenziellen Kunden in Dubai in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Noch nie zuvor war ich in einem arabischen Land, und ich war gespannt auf dieses fuenf-taegige Abenteuer.

Die rund 20h Stunden Reiseizeit SFO-JFK-Dubai gingen recht schnell vorbei, denn der Service von Emirates Airlines war erstklassig, und man wurde so oft gefuettert, dass ich nicht mal dazu kam, die von Lee selbstgemachten Sandwiches zu essen. Die ca. 600 Audio/Visio Kanaele eingebaut in den Vordersitz sorgten zudem fuer genuegend Unterhaltung.

Bevor ich es vergesse zu erwaehnen, in Dubai ist es sau heiss. Momentan so um die 40 bis 45 Grad Celsius und im Hochsommer ueber 50 Grad Celsius.



Angekommen in Dubai, ging es zuerst quer durch die Stadt ins etwas ausserhalb gelegene Hotel. Die 45 km Fahrt dorthin im Taxi (welches mich voll ueber's Ohr haute mit dem Preis, worueber ich mich noch heute aergere) war recht interessant, denn ich bekam einen Eindruck von dem Wachstum dieser Stadt. Unglaublich wie da ein Wolkenkratzer neben dem anderen gebaut wird. Man sagt, dass rund 25% aller Baukraene in Dubai sind!





Was man sich bewusst sein muss, ist dass hier eigentlich reine Wueste ist - kein Bluemchen, kein Seelein weit und breit, einfach nichts ausser beige-farbener trockener Boden. Doch dies ist kein Hindernis fuer die Dubaianer, denn mit den schier unbegrenzten finanziellen Mittel bringen sie saftige gruene Golfplaetze, von Wasser umgebene Hotels oder auch eine Indoor-Skianlage hervor. Kaum vorstellbar, was fuer ein Energieaufwand noetig ist, um diese riesige Skihalle kuehl zu halten waehrend draussen zwischen 40 und 50 Grad Celsius herrschen.







Ich war in einem Hotel der Marriott Courtyard Kette untergebracht, sozusagen der kleine Bruder des Marriott was Preis, Sterne und Lage angeht. Ich fand es dort ausgesprochen nett und auch sehr angenehm, vor oder nach getaner Arbeit ein wenig in dem top-equipment Fitnessraum zu schwitzen (als haette ich das bei der herrschenden Hitze nicht schon den ganzen Tag getan), eine feine italienische Mahlzeit zu essen, oder an der Pool Bar bei einem frischen Mango-Drink ueber die Notizen zu gehen. Okay, das hoert sich jetzt alles sehr nach Ferien an, waren es aber nicht!







Ich kam schon am Sonntag an und nutzte den Tag, um ein wenig die Stadt zu erkunden. Nachfolgend ein paar Eindruecke...

Bald stellte ich mit einem sehr unguten Gefuehl fest, dass ich hier ueberall auf Schildern als Salat angeboten werde.



Will man hier Auto fahren, so muss man im Strassenverkehr mit den Gefahren von Flugzeugen und Kamelen umgehen koennen.



Verzweifelt habe ich nach dem alten Dubai gesucht, und irgendwo zwischen modernen Gebaeuden im/das Museum gefunden. Auch dem Fluss entlang kam mehr Arabien Stimmung auf.









Auf einer Bootsfahrt den Fluss hinauf, kamen wir am Heim des Scheichs vorbei. Ich haette ein Panorama Bild machen muessen, um alles drauf zu bekommen. Ohne zu uebertreiben, wir fuhren fuer mehrere Minuten seinem Palast entlang.



Gondeln bringen einen nicht nur ins alpine Skigebiet, sondern auch von einem Golfloch zum naechsten.



Good morning good evening sir, come here sir, only twenty dollars for Rolex watch original. Very good special price for you sir.



Das wohl teuerste Fruehstueck meines Lebens nahm ich am Montag morgen fuer umgerechnet 80 US$ im Burj-Al-Arab ein, inklusive kleiner Hotel Fuehrung (einmal mehr ist mir die Abzockerei ein grosser Aerger). Das 7* Hotel in Segelform gebaut auf Wasser und hoeher als der Eiffelturm war noch interessant einmal gesehen zu haben, wenn mich auch der Protz und das ganze Gold nicht sonderlich beeindruckt haben.











Daneben verblasst das 5* Jumeirah Beach Hotel mit der Form einer brechenden Welle gerade ein wenig.





Toll war auf jeden Fall die Sicht aus dem Restaurant im 28. Stock des Burj-Al-Arab Hotel, sowohl auf die Stadt als auch auf Palm Beach. Palm Beach ist eine kuenstliche Halbinsel erschaffen in Form einer Palme. Die haben wirklich zuviel Geld dort.







Zu meiner Wuesten Safari spaeter separat mehr Details.

Den geschaeftlichen Teil meiner Reise verbrachte ich vorwiegend im Hafen von Dubai, wo Terminals von unglaublichen Dimensionen die Millionen Flut an eintreffenden und verlassenden Containern abwickeln. Der eine Hafen in der Freezone mit einer Laenge von ca. 8km sprengte meine Vorstellungskraft in allen Bereichen, wenn dies in Bildern auch nicht wirklich wiedergegeben werden kann. In alle Richtungen Container, Lastwagen und sonstige Vehikel soweit das Auge reicht. Wenn da die Software einen Bug hat und ein Container verloren geht, dann ist jener fuer immer verloren und um die verderbliche Krabben Ware ist es geschehen.







Es war eine interessante Woche. Ich hatte auch gehofft Philipp zu treffen, welcher in Dubai wohnt und arbeitet, aber er war natuerlich gerade in dieser Woche ausser Lande - schade :-( So schuf ich mir alleine einen Eindruck von dieser Stadt und ehrlich gesagt, ich war froh nach einer Woche wieder zurueckzukehren in die Bay Area. In Dubai ist alles kuenstlich erschaffen mit unerschoepflichen finanziellen Mitteln. Deshalb wohl auch die mehrmals gehoerte kritische Aussage there is nothig here. Generell scheint sich hier eh alles um Geld, Shopping, Parties und Luxus zu drehen (je goldiger desto teurer desto besser). Alles nicht so mein Ding. Die arabische Mentalitaet wie ich sie erlebte blieb mir generell relativ fremd.

Zurueck in San Francisco, stieg ich gleich auf mein Mountain Bike und fuhr in die Marin Headlands, was mein Herz gluecklich hoeher schlagen liess. Keine Klimaanlage, kein Gold, keine glasigen Wolkenkratzer, dafuer schoene Bikewege und einzigartige Aussichten auf die rauhe Kuestenlinie entlang dem Pazifik.

Donnerstag, Juni 01, 2006

Visiting Switzerland

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Yuppie! Vom Freitag 25. August bis Mittwoch 6. September werden wir der Schweiz einen kurzen Besuch abstatten. Lange ist es her (Hochzeit Aeggti) seit ich das letzte Mal auf Helvetischem Boden war. Ich hoffe, wieder viel Familie und Freunde zu sehen, denn dies ist es, was ich hier in San Francisco am meisten vermisse, nebst dem Rennvelofahren im Veloland Schweiz. Okay, die traditionellen Schweizer Gerichte fehlen mir schon auch.

Ende August ist noch weit weg, genug Zeit fuer alle 'Betroffenen' Ausreden zu finden oder einen Platz in der Agenda freizuhalten ;-)