Donnerstag, Dezember 28, 2006

Christmas in Connecticut

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Dieses Jahr war fuer mich bereits die dritte Weihnachten hier in den Staaten, und inzwischen ist es zur Tradition geworden, dass wir Weihnachten bei Lee's Schwester Michele in Connecticut verbringen.

Am Mittwoch Abend flogen Lee und ich mit dem Red Eye durch die Nacht nach Boston, wo wir am folgenden Morgen ankamen und den Tag mit ein wenig Sightseeing verbrachten. Das Wetter war relativ mild, die Sonne schien, und der Himmel war wolkenlos blau - sehr untypisch fuer diese Jahreszeit, denn normalerweise haben sie in Boston im Dezember tiefste Temperaturen und Schnee. Wir nahmen das Orange Trolley, besichtigten die im Jahre 1798 gebaute USS Constitution, schlenderten durch den gruenen Zentralpark und Quartiere von roten Backsteinhaeusern, und assen in dem aus der gleichnamigen TV Serie bekannten Pub Cheers einen Burger. Gegen Abend nahmen wir dann den Bus zu Michele ins sehr laendliche Connecticut.











Bei Michele, ihrem Mann Andy, ihren drei Kindern Lynn, Kristin, Laina und ihrem Gastkind Sarah verbrachten wir ein paar sehr gemuetliche Tage rund um Weihnachten. Baby Jesus und Santa Claus meinten es gut mit den Kindern und sie wurden reichlich beschenkt. Es war sehr schoen, die Freude der Kinder miterleben zu duerfen.





Um ein wenig all die vertilgten Weihnachtsgutzis zu verbrennen, machten Andy und ich eine Ausfahrt mit dem Mountain Bike. Zu meiner Ueberraschung gab es gleich hinter seinem Haus im Wald Single Trails vom Feinsten. Wow, das war cool.

Am Dienstag Abend mussten wir dann leider schon wieder zurueck nach San Francisco fliegen. Wir hatten wie jedesmal eine super Zeit mit den Fesenmeyers gehabt, und es wird fuer eine Weile ungewoehnlich sein, nicht mehr von den lachenden und spielenden Kindern und ihren Haustieren umgeben zu sein.





Donnerstag, Dezember 21, 2006

MTB Lhasa-Kathmandu Experiences

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Endlich bin ich dazu gekommen, von den Erlebnissen meines Mountainbike Trekkings von Lhasa nach Kathmandu ueber 1'000km und 10'000 Hoehenmeter schriftlich zu berichten. Der Bericht findet sich chronologisch eingeordnet im September dieses Jahres oder direkt hier. Fuer Lesefaule, Analphabeten und Interessierte gibt es auch ein 100 Bilder Google Web Album von dieser Reise.

Montag, Dezember 18, 2006

Conference in Antwerp

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Vergangene Woche war ich an der Javapolis Konferenz in Antwerpen. Schon lange hatte ich mich auf diesen Anlass gefreut, und der Besuch hat sich absolut gelohnt. Die ganze Woche drehte sich alles nur um Java, von Morgen frueh bis Abend spaet, und ich war waehrend dieser Woche im Paradies, eh, ich meine in einer ziemlich anderen Welt.

Bei meiner Ankunft am Flughafen in Bruxelles regnete es in Stroemen, und waehrend ich dort eine Dreiviertelstunde auf den Bus nach Antwerpen wartete, war es nass, kalt, windig und duester. Gar nicht nach meinem Geschmack dieses Wetter, und ich sehnte mich bereits nach dem waermeren und vorallem viel schoeneren Wetter in der Bay Area. Die Konferenz fand aber gluecklicherweise drinnen statt und bald war das truebe Wetter vergessen. Die Vortraege waren von Beginn weg sehr spannend, trotzdem verlor ich am Nachmittag jeweils fuer ein paar Minuten den Kampf gegen den Schlaf, denn zu tief sass der 9h Jetlag. Dass der Anlass in einem Multikino Komplex mit bequemen tiefen Kinosesseln stattfand, machte das Wachbleiben in diesen Situationen nicht leichter.







Die Woche war extrem intensiv. Am Morgen war ich vor sechs Uhr jeweils aus den Federn, dann ein wenig am Programmieren, danach den ganzen Tag an Vortraegen, am Leute treffen und am Erfahrungen austauschen, und am Abend bis spaet in die Nacht nochmals am Programmieren. Fuer Essen und Schlafen blieb da kaum Zeit.

Natuerlich verlor ich in den vewinkelten unregelmaessigen Strassen der Altstadt schon bei der ersten Erkundung voellig die Orientierung und lief nach Sueden statt nach Norden - bis die Haeuser immer spaerlicher wurden. Ein Wirt klaerte mich auf, wo auf der Karte ich momentan sei (savez-vous ou je suis?), und danach hiess es fuer mich eine Stunde lang Richtung Norden zum Hotel zurueckzumarschieren. Ohne GPS oder zumindest Kompass geht es einfach nicht. Der Weihnachtsmarkt und die Gaesslein von Antwerpen war aber den Ausflug wert.



Am Samstag vor meiner Rueckreise wollte ich mich ein wenig erholen mit Sightseeing in Bruxelles. Ich hatte allerdings nicht einkalkuliert, dass an dem Samstag halb Belgien in der Innenstadt von Bruxelles letzte Weihnachtseinkaeufe taetigen wuerde. Die Strassen waren bevoelkert wie Downtown Peking, es regnete heftigst, und ich hatte alle Schirme auf Kopfhoehe vor oder im Gesicht. Ein wenig frische belgische Schokolade half aber zur Beruhigung.









Nebst der Konferenz bekam ich trotzdem ein wenig Einblick in das belgische Leben, und es war ein ziemlicher Kulturschock fuer mich... Dass ueberall geraucht wird - beim Warten auf den Zug, in den Hotelgaengen, in den Restaurants, auf der Strasse - war sicher das unangenehmste Erlebnis. In den Staaten komme ich eigentlich nie mit Rauch in Kontakt und hier war ihm nicht zu entrinnen, schrecklich. Es gab aber noch eine groessere Gefahr als Passivrauchen, naemlich die belgischen Velofahrer. Holy cow, die Fahren einem links und rechts um die Ohren, ich wusste zum Teil gar nicht wo hinschauen und wo laufen. Das geht in San Francisco schon uebersichtlicher zu und her. In Bruxelles und Antwerpen etwas zum Essen zu finden ausser Pommes Frites ist auch nicht gerade einfach. Diese Frites Buden sind omnipraesent und konstant belagert von Belgiern, die dann auch noch reichlich Mayonnaise dazugeben und zum Dessert eine frittierte Waffel mit Zucker und Schokolade verzehren - e Guete! Too much, ich sehnte mich mehr und mehr nach Burgers, Avocados, und Burritos. Die Preise haben mich dann vollstaendig aus dem Gleichgewicht gebracht, denn meine Euros schienen sich in Luft aufzuloesen. Da kostet doch zum Beispiel in einer mittelmaessigen italienischen Beiz so ein 2dl Mineralwasser 3 Euro! Solch kleine Einheiten gibt es in den Staaten gar nicht, und gratis ist dort das Wasser im Restaurant sowieso. Unvorstellbar war es fuer mich auch, dass es im Hotel in Antwerpen kein Wirless- oder Kabelinternet gab - leben denn die Belgier noch in der Kolonialzeit? Es wurde mir vorgeschlagen, die Telefonleitung zu benutzen. Genau, mit 10bps fuer 2.50E/min... In Bruxelles gab es dann Kabelinternet, fuer laeppische 24E am Tag.

Ich weiss ja selber gut genug, dass in anderen Laendern andere Kulturen und Sitten gelten, und ich moechte mich auch gar nicht beklagen ueber andere Gepflogenheiten, sondern nur ein wenig meine Erfahrungen und amerikanisierten Gedanken schildern.

Das Sheraton in Bruxelles bot wie bereits in San Diego eine ganz nette Aussicht aus dem 23. Stock. Und ganz im amerikanischen Stil gab es sogar einen Pool und ein Fitnesscenter auf dem 30. Stock. Die Aussicht auf die weihnaechtlich beleuchtete Stadt fand ich sehr faszinierend.



Der Rueckflug in die Bay Area war gemuetlich, kam ich doch in den Genuss eines Frequent Flyer Upgrades in die First Class inklusive Ribeye Steak und Coupe Denmark.

Marc Hermann

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Seit Mitte Dezember ist Marc Hermann bei uns zu Besuch. Marc hatte auch bei Canoo gearbeitet, bevor er dann vor elf Monaten auf Weltreise ging. Ueber Australien, Neuseeland, Fidji, Hawaii, Los Angeles ist er nun bei uns gelandet, wo er fuer zwei Wochen bleibt. Marc nimmt es sehr gemuetlich und scheint es zu geniessen, fuer einmal nicht jeden Tag die Koffer neu packen zu muessen und sein eigenes ungeteiltes Zimmer zu haben. Er ist auch ziemlich auf Game Console Entzug und hat schon mehrere Naechte vor meiner X-Box verbracht. Marc und ich haben uns jeweils fast getroffen, als er spaet zu Bett ging und ich frueh aufstand...



Da Lee und ich momentan sehr streng haben, kamen unsere Reisefuehrer Aktivitaeten ein wenig zu kurz, dafuer nahm er umsomehr an unserem Alltagsleben teil. Samichlausessen, Vortrag bei Google in Mountain View, Indisch Essen in der Haight und Kurzausflug an die stuermische Ocean Beach.





Diese Woche bin ich in Europa, und Lee muss alleine zu Marc schauen. Vielleicht kann sie ihm dann gleich noch ein wenig Kochen beibringen, denn wie er selbst sagt und ich zweifelsohne glaube, kann er das noch nicht. Aber er ist ja noch ein junger Spross :-)

Seine Weltreise wird Marc weiter nach New York bringen, wo er Weihnachten und Neujahr feiern wird, bevor es fuer ihn dann zurueck in die Schweiz geht. Sein Besuch hat mich sehr gefreut. Ich bewundere alle, die den Mut fuer eine solche Weltreise haben, und die Reise dann auch wirklich durchziehen.

Montag, Dezember 11, 2006

Christmas Dinner

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Vergangenen Samstag fand das alljaehrliche Weihnachtsessen von navis statt. Navis laesst sich bei diesem Anlass nicht lumpen, und so fand der diesjaehrige Anlass im Carnelian Room statt. Dieser Raum befindet sich zuoberst auf dem 52. Stock eines der hoechsten Gebaeude der Stadt. Die Aussicht bei Nacht war spektakulaer, die Lichter der Bay Bridge, Golden Gate Bridge, Alcatraz, PanAm Gebauede, etc.





Das Essen bestand aus ich weiss nicht mehr wie vielen Gaengen und war extrem fein. Da an unserem Rundtisch eine ungerade Anzahl von Personen sass, war der Sitz neben mir leer - mein Chef Jon hatte mir Lee auf die andere Seite des Tisches abgeworben. Das war aber nicht so schlimm, denn dafuer konnte ich nun von allen Mahlzeiten zwei Portionen essen, denn die Kellner brachten munter Essen an den leeren Platz. Ich war im Paradies.

Wir hatten viel Spass, und ich freue mich bereits auf das naechste Weihnachtsessen, auch wenn ich dann wohl nicht mehr so viel Glueck haben werde mit den Extra Portionen.

Donnerstag, Dezember 07, 2006

Santa Claus

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Der 6. Dezember, Samichlaus Tag, ist fuer Lee im Gegensatz zu allen Amerikanern ein ganz hoher Feiertag (bei den Amerikanern kommt der Samichlaus erst am Heiligen Abend, also dann wenn bei uns in der Schweiz das Chrischtchindli kommt). Feiern wollten wir diesen Anlass mit unseren Schweizer Freunden. So kamen an dem Abend Beat, Tina, Levin, Adrian, Simone, Gregory und Marc bei uns zu Besuch zum Samichlaus Essen. Lee backte im Vorfeld feines Brot, Graetimanne, Lebkuchen und Gutzi und dekorierte den Tisch mit Mandarinen, Nuessli, Schoggi, Datteln, etc. bis man die Tischplatte nicht mehr sehen konnte. Wir verbrachten einen sehr gemuetlichen gemeinsamen Abend, und es herrschte die Stimmung 'das isch jo wie deheime in dr Schwiez'.







Das Rudertraining am naechsten Morgen um halb sechs war dann aber ziemlich hart mit all den Lebkuchen und Graetimannen im Bauch...

Dienstag, Dezember 05, 2006

Sightseeing in San Diego

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Vergangenes Wochenende habe ich fuer Lee als kleine Ueberraschung ein Wochenende in San Diego organisiert. So flogen wir Samstag morgen von San Francisco ins anderthalb Stunden suedlich gelegene San Diego. Mit Electronic Check-in und Electronic Boarding Pass ist dies so unkompliziert wie Zug fahren in der Schweiz.

Die Landung in San Diego ist ziemlich spektakulaer, denn der Flughafen ist mitten in der Stadt gelegen, so dass man beim Anflug einen super Stadtrundblick aus naechster Naehe hat.

Als wir aus dem Flughafen traten, musste ich gleich mal die Sonnenbrille und die kurzen Hosen hervorholen, denn es herrschte superwarmes sonniges Wetter bei wolkenlosem blauem Himmel. So hatten wir uns das wettermaessig eigentlich in Roatan vorgestellt...

Logiert haben wir im obersten Stock des Hotel Sheraton mit tollem Blick auf die Bay von San Diego. Im Yachthafen gleich neben dem Hotel tuermten sich die Multimillion Dollar Yachten. Da koennten wir wohl nicht mal die monatliche Platzmiete zahlen.





Fuer den Rest des Samstags gingen wir nach Old Town, wo vor mehreren hundert Jahren die Stadt von spanischen Missionaren gegruendet wurde, und es noch heute viele restaurierte und wiederaufgebaute Gebaeude in dem alten Stil gibt, wie man ihn aus Spaghetti Western kennt.









Am Sonntag gingen wir in den San Diego Zoo, den wohl bekanntesten Zoo der USA. Wir verbrachten den ganzen Tag in diesem spannenden riesigen Zoo und marschierten pausenlos entlang den verwinkelten Pfaden auf der Suche nach den zum Teil gut versteckten Tieren. Sehr gefallen haben mir die im Wasser spielenden Eisbaere, welchen man unter und ueber Wasser zuschauen konnte. Weiter waren die Gorillas sehr eindruecklich, welche zum Teil aelter waren als ich. Die Koalas waren lustig, schliefen diese Faulpelze doch alle ganz eingemummt in den Baeumen ohne sich von den Besuchern stoeren zu lassen. Auch ganz lustig war es, den Zwerg Flusspferden zuzuschauen, wie sie unter Wasser dem Boden entlang 'tanzen'. Ganz eindruecklich waren auch die riesigen Seeadler und die wunderschoen gezeichneten Schneeleoparden.





















Das ganz grosse Highlight in dem Zoo war der super haerzige Bambus-verspeisende Panda Baer - ich haette ihn am liebsten gleich nach Hause mitgenommen ;-)





Toll an dem Zoo ist auch, dass er an vielen Forschungsprojekten beteiligt ist, welche sich insbesondere mit Aufzucht im Zoo und Wiederaussetzung in der Wildnis befassen. Der in dem Zoo geborene Pandabaer ist nur ein Beispiel fuer den Erfolg des Programms.

Nach dem Zoobesuch gingen wir Downtown noch ein wenig Spazieren entlang der Bay. Es ist wirklich sehr friendlich hier in San Diego. Bald waren wir ziemlich ausgehungert und gingen in dem feinen Fischrestaurant Oceanaire speisen. Ja, ich entwickle mich hier am Pazifik langsam zu einem begeisterten Fischesser. Crab Cake, Pickled Herring, Barbecued Mahi-Mahi, mmmh...





Am naechsten Morgen flogen wir fruehmorgens wieder zurueck und fuhren mit BART direkt an die Arbeit. San Diego hat mir super gefallen, das warme Wetter, die netten Leute, der gemuetliche Lebensstil, die Attraktionen und die schoene Bucht. Wir werden San Diego sicher wieder einmal besuchen, vielleicht waehrend der naechsten Nebelperiode hier in San Francisco...