Dienstag, Juni 19, 2007

Dining in the Bay Area

Englisch | Franzoesisch

Lee und ich gehen gehen gerne auswaerts essen in der Bay Area. Einige unserer Favoriten habe ich in einer My Google Map zusammengefasst, wobei wir selbst diese Liste wohl am meisten konsultieren werden ;-) Auf ein komplexes Bewertungssystem habe ich verzichtet, jedes aufgefuehrte Lokal ist ein Besuch wert, sonst haette ich es nicht aufgefuehrt. Aus der Liste wird ersichtlich, dass man hier entgegen allen europaeischen Vorurteilen mehr als nur Hamburgers und Hot-Dogs essen kann...

Sonoma County

Englisch | Franzoesisch

Die letzten Wochenende war immer viel los, und unter der Woche sind die Tage doch relativ streng, so dass wir uns dazu entschieden, es dieses Wochenende ein wenig gemuetlicher zu nehmen.

Wir duesten Freitag Abend nach getaner Arbeit zur Abwechslung einmal in den Norden und gastierten fuer drei Naechte in einem Bed&Breakfast in Sebastopol, dem Casa Carolina, mitten in der Wein Region von Sonoma County.



Am Samstag fuhren wir entlang dem Russian River, besuchten das Gut des groessten amerikanischen Champagner Herstellers Corbel, assen in Jenner in einem Cafe mit Blick auf den Pazifik, verweilten am Strand und schauten den Seeloewen und Pelikanen zu und gingen am Abend wieder einmal ins Kino.









Wir hatten unsere Stadtvelos mit dabei und fuhren damit am Sonntag ein wenig durch die Gegend bis an den Pazifik bei der Bodega Bay. Die Region ist unglaublich schoen und gerade fuer Rennvelofahrer herrschen paradiesische Verhaeltnisse!

Am Montag morgen fuhren wir dann direkt von Sebastopol zur Arbeit in Oakland - einmal mehr ein rechter Schock nach einem erlebnisreichen Week-End...

Dienstag, Juni 12, 2007

Near Death Experience

Englisch | Franzoesisch

Das vergangene Wochenende verbrachte ich in Kirkwood in einem Rennvelo Trainingscamp, genannt Near Death Experience. Fuer die meisten Teilnehmenden dient das Camp in erster Linie der Vorbereitung auf den Death Ride Rennveloanlass im Juli.

Geleitet wurde das Camp von Arnie Baker aus San Diego, welcher in den USA eine ziemliche Legende ist, sowohl als Rennvelofahrer als auch als Radsporttrainer und Sportarzt (er war zum Beispiel der Trainer von Tyler Hamilton). Auch Arnie's Frau Gero ist ziemlich fit auf dem Velo, faehrt sie doch cirka 16'000 km und 250'000 Hoehenmeter pro Jahr! Arnie ist mit seiner Erscheinung, seinem Humor, seinen Ansichten und seiner Erfahrung ein ziemliches Unikat - ich habe mich koestlich unterhalten :-)



Ich fuhr am Donnerstag Abend nach Kirkwood in die Sierras, wo ich bei Chris, einem Freund eines Freundes, in seinem Ferienhaus zu Gast sein durfte. Die Architektur des Hauses ist im Chalet Stil, und ich fuehlte mich gleich wie in den Schweizer Alpen. Chris hat deutsche Vorfahren und wir redeten meistens deutsch miteinander, wobei mein Hochdeutsch wahrscheinlich holpriger war als seines.





Freitag, Samstag und Sonntag waren Pass Fahrten angesagt - ein Pass am Freitag zum Aufwaermen und Akklimatisieren an die Hoehe, am Samstag vier Paesse als Koenigsetappe, und am Sonntag zwei Paesse um auch noch die letzte Energie loszuwerden. Die eindrueckliche Landschaft der Sierras, die Aussicht Richtung Wueste Nevadas, die vielfaeltigen Gesteinsarten und die kleinen Nebenstrassen waren super schoen und machten das Hochkraxeln der Berge einiges leichter. Am Abend gab es jeweils ein ueppiges Velofahrer Buffet, bei welchem ich voll zulangte. Danach praesentierte Arnie interessante und unterhaltsame Vortraege zu den Themen Ernaehrung, Training, Material, etc.







Am Sonntag Nachmittag nahmen Chris und ich die Rueckfahrt in Angriff, hielten unterwegs fuer Lunch und Beef Jerky, und kamen am Abend wieder in der Bay Area an. Ein tolles Week-End, bei dem sich alles ums Rennvelofahren drehte.



Mittwoch, Juni 06, 2007

Half-Dome

Englisch | Franzoesisch

Als wir letzten Sommer im Yosemite waren, da haben wir uns vorgenommen, dieses Jahr auf den Gipfel des Half-Dome zu wandern. Vergangenes Wochenende war es nun soweit, und wir freuten uns sehr darauf, diesen beruehmten Berg am Ende des Yosemite Valley zu erklimmen.

Wir fuhren bereits am Donnerstag Abend los und uebernachteten in einem Motel entlang dem Weg. Was immer wieder auffallend ist, ist wie in den Restaurants die Portionen groesser werden, je weiter von der Stadt man sich entfernt. Zum Beispiel gab es im von uns besuchten Steakhouse als Beilage Baby-Ribs... ich kenne Rippchen eigentlich eher als Hauptgang und nicht als Beilage zu einem 300g New York Steak :-) Doch was nicht gegessen wird, das nimmt man einfach als doggy bag mit fuer den naechsten (mitternaechtlichen) Hunger.

Am Freitag besuchten wir auf dem Weg in den Yosemite National Park die Mariposa Grove, wo es riesige Sequoia Baeume gibt. Sequoias und Redwoods werden beide extrem alt, manche bis zu zweitausend Jahren. Im Unterschied zu den schlanken Redwoods in der Bay Area sind die Sequoias aber extrem dick im Stamm (dafuer nicht ganz so hoch) - der riesige Giant Grizzly genannte Baum ist bestes Beispiel dafuer.











Gegen Nachmittag trafen wir im Yosemite Valley ein. Wir hatten bereits vor Monaten gebucht, doch schon damals war der Campground ausgebucht, weshalb wir in einem Hauszelt im Curry Village uebernachten mussten. Diese Zelte sind ziemlich primitiv und haben weder Heizung, Baeren Container, noch sanitaere Einrichtungen. Das war aber eigentlich egal, wir kamen ja des Wanderns wegen und brauchten einfach eine Schlafgelegenheit. Einzig muehsam war, dass man kein Essen oder Trinken oder sonst Aromatisches (Zahnpasta, Sonnencreme, etc.) in dem Zelt haben durfte und unser Baeren Container etwa hundert Meter entfernt war (Gratulation dem Architekten...). So pilgerten wir x-mal zwischen Zelt und entferntem Baeren Container hin und her, bis alles verstaut und bereit war fuer die Wanderung vom kommenden Tag. Fuer unseren Riesen Cooler mussten wir zudem eine extra Box mieten - ganz wie die Amis.



Am Samstag war um 4.30h Tagwache (sehr zur Freude von Lee...) und um 5.00h war Abmarsch Richtung Half-Dome, ausgeruestet mit je 4l Wasser, 3kg Photoausruestung (Lee's Riesen Objektive...) und diverser Verpflegung. Wir wanderten zwei grossen Wasserfaellen entlang nach oben, bevor sich nach zwei Stunden ein Waldweg um den Berg zu winden begann.







Weitere zweieinhalb Stunden spaeter waren wir am Fuss des Gipfels angelangt. Nun galt es, ausgeruestet mit Handschuhen, entlang von Metall Kabeln die letzten hundert Hoehenmeter zu erklimmen. Das war noch recht intensiv, kruemmte sich der Berg doch links und rechts vom Weg unhaltsam dem Tal entgegen - besser keinen Fehltritt machen an dieser steilen Felswand.



Auf der Spitze des Half-Dome angekommen, bewunderten wir die grandiose 360 Grad Aussicht. Das Panorama dort oben ist unbeschreiblich, und wir genossen jeden Augenbblick, waehrend wir gleichzeitig unseren Lunch aus dem Rucksack verzehrten (wir hatten wie immer Nahrung fuer eine vierkoepfige Familie dabei, es war aber den schweren Rucksack wert!).









Wir hatten noch was zu feiern, und dann machten wir uns wieder an den Abstieg. Dieses Mal waren die Metall Kabel ziemlich muehsam, denn inzwischen waren auch jene in Sandalen, jene in Jeans, jene mit den Cowboy Hueten und die Uebergewichtigen am Fusse der Kabel angelangt, und es bildete sich eine Menschentraube entlang den ganzen Kabeln - und das alles mit Gegenverkehr. Ein volles Ghetto. Einem Schweizer Bergfuehrer waere es kalt den Ruecken runter gelaufen.





Wir kamen nach einer halben Stunde heil unten an den Kabeln an und marschierten wieder Richtung Tal. Am oberen Wasserfall, den Nevada Falls, machten wir wie letztes Jahr ein Mittagspaeuschen inkl. kurzem Doesen in der Sonne, bevor wir dann noch den Rest des Abstiegs absolvierten.



Unten angekommen spuerten wir die Anstrengung des Tages (und Lee ihre Blatern), und um acht Uhr Abends waren wir bereits am Schalfen. Wir sind ja schliesslich keine wirklichen Wandervoegel, welche regelmaessig Strecken von 30km und 1500 Hoehenmeter zuruecklegen. Unsere Strecke laesst sich uebrigens auch in Google Earth anschauen.



Am Sonntag nahmen wir es dann sehr gemuetlich, noch ein paar mal zu den Baeren Container pilgern und endlich war alles verstaut im Auto. Wir genossen die Stille und Sonne an einem idyllischen See Richtung Tioga Pass, bevor wir am Abend wieder nach San Francisco zurueckfuhren.

Google Street View

Englisch | Franzoesisch

Google Maps wurde um eine weitere coole Innovation ergaenzt: Google Street View. Mit Google Street View kann von einem gegebenen Ort eine photorealistische Vorstellung gewonnen werden. Man kann den Strassen entlang laufen, sich links und rechts umschauen, sich umdrehen, abbiegen, etc. - ganz so als wuerde man der Freie Strasse in Basel entlang flanieren. Wie waere es zum Beispiel mit einer virtuellen Ueberquerung der Golden Gate Bruecke? Oder einem virtuellen Besuch bei uns an der Broderick Street?

San Francisco und Oakland gehoeren zu den ersten Staedten, in welchen dieser Service verfuegbar ist. Genial was die Googlers alles in einem Web Browser zustande bringen!