Sonntag, Juli 22, 2007

Earthquake

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Mitten in der Nacht wachte ich auf dem Ruecken schlafend auf und merkte, wie ich am ganzen Koerper zitterte und ruettelte. Ein sehr unangenehmes Gefuehl, denn ich hatte im ersten Moment keine Ahnung was mit mir los war. Als ich den Kasten ruetteln hoerte, wurde mir klar, dass es sich um ein Erdbeben handelt. Es hatte die Staerke 4.2 und war sehr eindruecklich, respektive beaengstigend. Noch nie hatte ich ein Erdbeben so stark gespuert, und ich bin froh sind nur ein paar Dosen runtergefallen. Das grosse Erdbeben in der Bay Area von 1989 hatte die Staerke 7 auf der Richterskala - 1000 mal staerker!

Kaum in Oakland zuhause, wurden wir also gleich mit einem Erdbeben begruesst. Das naechste grosse Erdbeben in der Bay Area ist uebrigens bereits ueberfaellig...

Samstag, Juli 21, 2007

Rockridge

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Nach zweieinhalb Jahren an der Broderick Street entschieden wir uns, eine Wohnung in der East Bay zu suchen. Wir genossen die schoene Wohnung in San Francisco mit Sicht ueber die ganze Stadt sehr, auch die Lage war fuer uns ideal, doch fehlte uns je laenger je mehr ein Garten zum draussen sitzen. Ende Mai fingen wir mal ein wenig an zu suchen, zwei Wochen spaeter wurden wir unerwarteterweise bereits fuendig: ein zweistoeckiges Haeuschen mit recht grossem Garten in der Rockridge Gegend von Oakland. Nochmals eine Woche spaeter zogen wir ein.







Wir haben uns inzwischen schon recht gut eingelebt und bis auf ein paar Schachteln ist nun endlich alles eingeraeumt. Die grosse Aufgabe ist und wird der Garten sein, welcher von den vorherigen Mietern ueberhaupt nicht gepflegt wurde und bei unserem Einzug wie ein Schlachtfeld aussah. Fast jeden Abend und auch oft am Wochenende waren wir in letzter Zeit am Schneiden, Rechen, Schaufeln, etc. und nun sieht der Garten schon ganz anders aus. Jetzt muessen wir nur noch die zwanzig 150l Abfallsaecke mit Gartenabfaellen loswerden, und dann koennen wir uns ans Rasensaehen machen, denn momentan ist der Boden nur trockene Erde. Hm... so Gartenarbeit macht noch recht Spass. Das Tomatenpflanzen ueberlasse ich dann aber Lee.



Wir kauften uns gleich einen amerikanischen Weber Grill. Seither bin ich viel am Grillieren, und langsam steigere ich mich von Hot-Dogs zu Hamburgers zu Steaks. Noch gibt es aber viel zu lernen. Der Sommer dauert hier zum Glueck noch ein paar Monate.

Gelegen ist das Haus ganz gut, was uns beim Unterschreiben des Vertrages gar nicht bewusst war. Um die Ecke ist gleich eine Strasse mit vielen Restaurants, Bars, Taquerias und sonstigen Laeden. Die BART Station ist etwa vier Minuten entfernt, und mit dem Velo sind es etwa 15 Minuten bis ins Buero. Die Oakland Hills sind auch direkt mit dem Rennvelo oder Mountain Bike erreichbar. Wir sind sehr gluecklich hier und geniessen das Neue und Unbekannte.

Donnerstag, Juli 19, 2007

Deathride

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Vergangenes Wochenende nahm ich in Markleeville an der Veloveranstaltung Death Ride teil. Ich hielt die Bezeichnung fuer eine Rundfahrt von 200 Kilometer und 5'000 Hoehenmeter bisher immer fuer ziemlich uebertrieben, doch waehrend dem Anlass aenderte ich meine Meinung ein wenig...

Ich fuhr bereits am Donnerstag Abend in die Sierras, um mich ein wenig an die Hoehe zu akklimatisieren und arbeitete am Freitag von Kirkwood aus. Am Samstag musste ich dann bereits um vier Uhr aufstehen, denn der Startort war noch 50km entfernt. Die Velofahrt fing gut an und bis am Mittag hatte ich bereits vier der fuenf Paesse hinter mir. Die absolvierten Paesse boten eine sehr schoene Aussicht und liessen die Strapazen weitgehend vergessen. Doch um die Mittagszeit wurde es immer waermer und waermer und im Tal, welches mich zum Fusse des fuenften und letzten Passes fuehrte, herrschten mittlerweile 40 Grad Celsius. Von mir aus haette die Fahrt unten am letzten Pass zu Ende sein koennen, doch noch warteten weitere 1000 Hoehenmeter auf mich. Eigentlich ertrage ich die Hitze sonst sehr gut, aber in Kombination mit der Anstrengung hatte ich ziemlich sicher einen heftigen Sonnenstich abbekommen. Ich konnte nicht mehr essen und auch nicht mehr trinken. Schatten hatte es entlang der Passstrasse auch keinen. Die langen ansteigenden Geraden machten es psychologisch auch nicht einfacher. Wie schon so oft auf dem Velo half hier nur noch auf die Zaehne beissen. Oben auf der Passhoehe gab es dann am Verpflegungsposten Glaces. Von da aus ging es nur noch bergab bis ins Ziel, welches ich nach 10 3/4 Stunden erschoepft erreichte. Ich fuhr gleich zum Bergbach und legte mich ins eiskalte Wasser zum Abkuehlen - das hat gut getan.

Schlafen konnte ich am Samstag Abend nicht wirklich, und mein Magen brauchte bis Sonntag Abend, bevor ich wieder essen und trinken konnte. Das war schon noch hart, verpasste ich doch ein feines Nachtessen von Jon und seiner Frau zur Feier des Anlasses. Am Montag morgen fuhren wir dann direkt zur Arbeit in Oakland - back to reality nach drei Tagen in den Bergen.

Freitag, Juli 06, 2007

San Diego

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Anfang Juli musste ich fuer zwei Vortraege auf San Diego. Wir nutzten die Gelegenheit fuer ein nebst den Vortraegen sehr gemuetliches Wochenende.

Am Samstag machten wir einen Besuch ins Seaworld. Dort ist der hierzulande sehr bekannte Orka Shamu zuhause (ich lernte dann allerdings von Lee, dass hier alle Orkas Shamu heissen...). Das Seaworld habe ich mir mehr Zoo und weniger Entertainment vorgestellt, aber die Shows waren noch recht unterhaltend. Den Antarktis Rundflug im Helikopter Simulator haette ich mir aber sparen koennen, fuehlte ich mich danach doch ziemlich uebel.











Am Sonntag brunchten wir ausgiebig und relaxten vor dem Vortrag ein wenig an der Promenade von La Jolla noerdlich von San Diego. Dem ueberfuellten Mallorca Strandabschnitt blieben wir aber fern.





San Diego ist ziemlich verteilt und wir waren froh um unser Mietauto - trotz dem so wirren Modell Chrysler PT Cruiser, ueber das ich mich sonst immer lustig mache.

Dienstag, Juli 03, 2007

iPhone

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So, nun ist es also endlich verfuegbar: das iPhone von Apple. In Schlangen uebernachtet haben sie vor den Apple Stores, um sich eines der ersten dieser Multimedia Handys zu ergattern. Frueher war dies fuer Konzert Tickets der Fall, heutzutage fuer schmucke Handys - die Zeiten aendern sich... Aber ich muss zugeben, das iPhone kommt schon noch attraktiv daher mit nur einer Taste und grossem farbigem Bildschirm, und die Bedienung soll auch ziemlich revolutionaer sein.

Apple hat im Vorfeld eine sehr beeindruckende Marketingkampagne lanciert wie es eigentlich nur die Amerikaner koennen. Die Kosten sind allerdings auch beeindruckend: 500-600 Dollar fuer das Geraet, rund 100 Dollar Aktivierungsgebuehren und dann mindestens 60 Dollar pro Monat fuer das Abo waehrend mindestens zwei Jahren. Das macht im ersten Jahr total so um die 1300 Dollar um ein wenig multimedial zu telefonieren! Was fuer ein Luxus.

Ich bin sicher, nun fahren die Amerikaner hier noch zerstreuter Auto, wenn sie gleichzeitig auf dem iPhone Musik hoeren, Filme anschauen, Emails lesen, Adressen nachschauen, surfen, etc. :-)

Hab ich auch campiert vor einem Apple Store? Nein. Hab ich auch ein solches iPhone? Nein. Da ich seit Jahren gluecklich ohne Handy lebe, gibt es fuer mich keinen Grund dieses Spielzeug zu kaufen. Aber vielleicht verfalle auch ich irgendwann dieser bloeden Telephoniererei...