Dienstag, August 23, 2005

Escaping from the Fog

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Die letzten Wochen war der Nebel ueber der Stadt unglaublich dick und fuer die Sonne undurchdringlich. Auch an unserem Arbeitsort in Oakland hatte die Sonne Muehe, uns mit ihren Strahlen zu erfreuen. So schmiedeten wir bereits waehrend der Woche Fluchtplaene fuers Wochenende. Unser Ziel war der Camping Platz des Henry Coe State Park, wo wir auch schon einmal eine Bike Tour gemacht hatten.

Waehrend es am Samstag Morgen in San Francisco gerade mal 16 Grad hatte, so herrschten in dem Park um die 35 Grad. Das war auch dringend noetig, denn wir waren wirklich schon ziemlich auf Sonnenentzug - wir sind ja auch ziemlich verwoehnt von vergangenen Ausfluegen und von dem wunderschoenen Fruehling hier in der Bay Area.

Sowohl am Samstag als auch am Sonntag machten wir tolle Bike Touren in dem riesigen, wilden Park. Zum Biken ist es dort wirklich genial, und man ist erst noch alleine; wir sahen die cirka neuen Stunden auf dem Velo nicht einen einzigen anderen Biker oder Wanderer. Leider sind viele der Fire Roads, welche ein Strassennetz durch den ganzen Park bilden, extrem steil, so dass wir auf der Tour vom Sonntag circa eine Stunde die Velos den Berg raufschieben mussten - und zum Laufen war es noch auch genug schwierig (waren meine Bike Schuhe am Morgen silber, so verdienten sie am Abend hoechstens noch die Bezeichnung grau). Das Biken entlang dem Berggrat und wieder runter auf einem ziemlich wilden Singletrail waren aber all die Muehen wert. Lee hatte auf dem Rueckweg die Idee, eine Abkuerzung durch ein trockenes Flussbett zu machen. Tja, leider war das kein wirklicher Weg, geschweige denn ein Veloweg. So stolperten, rutschten und kletterten wir mit geschulterten Bikes durch das Flussbett (wenn ich etwas nicht ausstehen kann beim Velofahren, dann ist es Velostossen und Velotragen...). Nach dem gemeisterten Flussbett trennte uns noch ein letzter Berg vom Ziel - eigentlich kein Problem, doch mittlerweile waren unsere fast fuenf Liter Wasser vollstaendig aufgebraucht. Zum Glueck ist aber Lee ziemlich zaehe, so dass wir schlussendlich gluecklich (und durstig) wieder auf dem Zeltplatz ankamen, wo wir gleich ein Gatorade nach dem anderen bodigten.

Nebst Biken reichte es noch zu ein wenig Relaxen, Barbecuen und Geniessen der eindruecklichen Natur. Auf der Heimfahrt im Auto liess die entfernt erkennbare Wolkendecke boeses erahnen, und mit unserer Ankunft zuhause wurden wir wieder vom Nebel verschluckt.

Samstag, August 13, 2005

Wedding II

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Vergangenes Wochenende kam ich kurz (und ohne Lee) in die Schweiz fuer die Hochzeit meines guten Freundes Markus Acton, von allen genannt Aeggti. Es waren drei sehr kurzweilige und voll ausgefuellte helvetische Tage, die auf jeden Fall den Jetlag und die Blutstauungen waehrend dem Fluge Wert waren.

Am Donnerstag Abend kam ich ziemlich spaet mit dem Flugzeug in Basel-Mulhouse an, aber es reichte noch locker fuer eine urchige Bratwurst mit Zwiebelsauce und Roeschti (mmh!) beim gemeinsamen Nacht- und Geburtstagsessen mit meiner Familie.

Am Freitag checkte ich nach einem Abstecher bei Lee's Schwester Anne-Christine kurz mit dem Velo die Stadt Basel aus. Schon auf dem Veloweg von Aesch in die Stadt fuehlte ich mich wieder wie zuhause und war sehr erfreut darueber, in der Stadt verschiedene Leute spontan anzutreffen, gerade Rahel und Jonas so unerwartet auf dem Trottoir zu kreuzen hat mich besonders gefreut. Am Mittag hiess es dann Fitness mit Daniel Grob im Valentines - man muss schliesslich alte Traditionen aufrecht erhalten und zudem gab es so keine Trainingsausreden fuer Daniel :-) Den wundervoll sonnigen Nachmittag verbrachte ich in den Reben von Aesch auf der Terasse des Restaurant Nussbaumer zusammen mit Raffi Zumsteg. Dabei wurden auch Plaene fuer den naechsten Escape from Alcatraz Anlass geschmiedet, vorausgesetzt ich kann mich ueberwinden, in so einen gummigen Neopren zu schluepfen (nebst noch ein paar anderen Voraussetzungen...). Am Abend ging's dann mit den fuenf Groblis an das Portiuncula Fest in Dornach. Die drei Junioren hatten einen Riesenspass und wollten immer nur no eimool auf die Bahnen. Schade, sehe ich sie nicht oefters.

Am Samstag galt es dann Ernst: Aeggti heiratete am Nachmittag in der Kirche von Wil/SG. Wow, das war schon was - zu sehen, dass sich nun der Erste aus der Bande der Verantwortug stellt. Aeggti und Konnie passen ideal zusammen und aufgrund der tollen Hochzeit koennten die Sterne fuer die Beiden nicht besser stehen (sie geniessen uebrigens momentan in Madagaskar und Mauritius Ihre Flitterwochen). Hm, das ist schon auch noch ein Grund zu Heiraten... ;-) Die Hochzeit war ein toller Anlass, praezise organisiert vom Aeggti und aufgeheitert durch die vielen sympathischen englischen und deutschen Verwandten des Hochzeitspaares. Das Essen mundete vom Salat bis zur Hochzeitstorte ausgezeichent. Es war auch genial, all meine langjaehrigen Freunde Luong, Waldi, Schteebi, Antui, Joule und Flury wieder zu sehen (den Antoine kenne ich vom Roeseligarte seit ich vier Jahre alt bin) und dazu alle voll in Schale - ein seltener Anblick! Nach dem Essen gab es dann noch 80er Party fuer die Juengeren und Junggebliebenen bis frueh morgens, was bei mir Traemli-, Bell- und Chaeschtli Stimmung aufkommen liess - genial! Dass ich an dem Buffet bei den Quiches und Minipizzen nochmals richtig zulangte, kostete mich natuerlich einige amerikanische Seitenhiebe... Um sechs Uhr morgens ging's dann widerwillig ins Bett - die Hochzeit war vorbei und in Wil schlief bereits alles.

Am Sonntag war dann nach zwei Stunden Schlaf schon wieder Aufstehen angesagt, da es keine Zeit zu verlieren, respektive zu verschlafen galt. Der Luong hatte zwar ziemlich Muehe mit Aufstehen und schlief noch mit dem Butterbrot in der Hand am Fruehstueckstisch ein, schaffte es aber trotzdem schlafgetrunken in mein Auto. Auf dem Nachhauseweg machte ich noch einen Halt bei Lee's Eltern in Fuellinsdorf. Es war toll, auch die Barmans noch kurz zu sehen, inkl. Chili. Mit dem Bau von Anne-Christine's Haus gleich nebenan geht es nun zuegig vorwaerts, wie mir Ihr Mann Chris auf der Baustelle ausfuehrlich demonstrierte. Gegen Abend gab es dann bei meinen Eltern in Aesch ein feines Abschlussnachtessen vom Grill zusammen mit meiner Schwester und Ihrem (seit kurzem) Mann Livio. Dominique Mohler schaute auch noch kurz vorbei - natuerlich wie immer im treffendsten Moment, naemlich just als das superfeine Dessert aufgetischt wurde :-) Mit diesem schoenen Abschluss im Kreise der Familie war mein kurzer Aufenthalt in der Schweiz schon wieder zu Ende, und am Montag morgen flog ich zurueck in die Staaten.

Trotzdem ich mich sehr gluecklich und zuhause fuehlte in der vertrauten Schweiz umgeben von Freunden und Familie (there's no place like home), so freute ich mich doch sehr wieder nach San Francisco zu gehen. Noch so viel gibt es zu sehen und zu erleben in diesem grossen und facettenreichen Land, dass es fuer eine Rueckkehr einfach noch viel zu frueh ist. Ich merke auch, wie ich gerne noch viele andere unbekannte Laender erleben moechte vor einer (definitiven?) Rueckkehr in die Schweiz. Mal schauen, was kommt....

Mittwoch, August 03, 2005

Picnic

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Letzten Samstag fand das alljaehrliche navis Picnic in Fremont statt und wir waren gespannt, wie dies bei unserer ersten Teilnahme ablaufen wuerde. Fuer den Anlass mietete navis in einem Park eine ueberdachte Picnic Stelle mit Tischen und Baenken und fuer die Juengeren wurde ein riesiger Jolly Jumper in Drachenform platziert (so ein riesiges aufblasbares Teil in dessen Inneren man rumhuepfen kann). Ganz in amerikanischer Tradition gab es natuerlich ein massives Buffet mit Chips, Burgers, Hot Dogs, Ribs, Potato Salad, Brownies, Sundae Ice Cream, etc. Diese Gepflogenheiten passen mir wirklich sehr, und ich konnte mich nicht lange zurueckhalten. Nebst den kulinarischen Aktivitaeten gab es auch noch sportliche Aktivitaeten: in 10er Teams wurde Volleyball, Sackhuepfen, Human Foosball (cool!) und weiteres gespielt und dabei um die Goldmedaille "gekaempft". Das ganze wurde von einem Art Animator dirigiert, welcher in einer Football Schiedsrichter Uniform den ganzen Tag rumbruellte - eine einmalige Charakterfigur ab der ich noch jetzt schmunzeln muss.

Am spaeteren Nachmittag war der Anlass dann vorbei und viele machten sich unverzueglich auf den Heimweg (ein Phaenomen, das wir schon bei mehreren Anlaessen beobachten konnten). Wir hatten es weniger eilig und gingen mit einem Teamkollegen und dessen Kindern noch ein wenig an den Sandstrand des Parksees, wo wir die warme Sonne und das kuehle Wasser genossen und den tollen und lustigen Tag ausklingen liessen.