Freitag, März 31, 2006

Working in New Zealand

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Seit drei Wochen bin ich nun hier in Lyttelton, auf der Suedinsel von Neuseeland. Wir sind dabei, unsere in den letzten zwei Jahren entwickelte Software beim ersten Kunden zu installieren.

Wie bei jedem Termin, so gibt es auch hier vor der Ziellinie noch viel zu tun. Dies hat dazu gefuehrt, dass ich waehrend den letzten 20 Tagen 18 Tage voll gearbeitet habe, meist zwischen 12h und 16h pro Tag. Dazwischen ein wenig Schlafen und Essen... Nein, Essen stimmt nicht ganz, denn oft kommen wir um zehn, oder elf oder auch erst nach Mitternacht zurueck, und dann gibt es nur noch die Hotel Minibar mit der Wahl zwischen spanischen Nuesschen und Cashew Nuesschen. Am Anfang haben wir jeweils noch Pizzas ins provisorische Buero am Hafen bestellt, doch die haengen uns mittlerweile links und rechts zu den Ohren raus. Dass die Neuseelaender auf alles Essbare Cranberry Schleim streichen muessen, macht das ganze auch nicht einfacher - zum Beispiel, wuerg, Pizza mit Pesto und Peach Chutney. Dafuer sollte man ins Gefanegnis wandern.

Gerne haette ich ein paar Photos von der tollen Landschaft hier gepostet, doch eigentlich sehe ich hier nur eines: meinen Laptop und vor dem Fenster Tuerme von Containers, die von futuristisch wirkenden Gefaehrten verschoben werden.

Abgesehen vom Nahrungs- und Schlafmangel macht das ganze aber sehr Spass, denn wir alle arbeiten hier sehr konzentriert und zielstrebig an dem Feinschliff des Produkts. Und ich meine, was will man mehr als den ganzen Tag freudig zu programmieren. Die neuseelaendischen Hafenterminal Arbeiter sind zudem sehr nett und lustig, wenn ich auch jedes zweite Wort nicht verstehe.

Unser Einsatz geht am Sonntag zu Ende, und dann ist Natur pur angesagt, denn Lee und ich bereisen fuer 2 Wochen die Suedinsel, fernab von Containers und Computers...

Samstag, März 11, 2006

Shuttle Bus Mafia

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Auf dem Weg zum Flughafen im Shuttle Bus hatte ich heute ein interessantes Gespraech mit dem Fahrer. Wie ich erfuhr, herrschen schon fast mafioese Zustaende im Shuttle Bus Business.

Wenn zum Beispiel der Shuttle Bus am Flughafen ankommt, dann will jeder Fahrer moeglichst viele Gaeste zurueck in die Stadt fahren - verstaendlich, denn die Fahrer werden nach Anzahl transportierter Gaeste bezahlt (ohne jeglichen Fixlohn!). Dies fuehrt dazu, dass die Fahrer die Dispatcher am Flughafen zum Freund haben muessen, denn die Dispatcher weisen die Gaeste den Shuttles zu. Die Gunst der Dispatcher erkauft man sich offenbar ueber gute Connections, Geschenke, Esswaren, etc. Hilft das auch nichts, dann kann man sie immer noch mit Geld schmieren. Tough biz!

Donnerstag, März 09, 2006

Puzzle

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Sobald man die Stadt verlaesst, aendert sich das Umfeld auf und neben der Strasse radikal... wer findet unser Auto auf dem Photo? Kleiner Tip: unser Auto ist als einziges kein V8 250HP 4WD Heavy Duty Double Cab Truck.



Uebrigens, mit solchen Vehikel gehen die Leute in Truckee fruehstuecken.

Spam

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Jedes Mal, wenn ich einen Blog Eintrag schreibe, muss ich diesen speziell verifizieren lassen, indem ich den Text eines Bildes eintippe (genannt Word Varification). Kuerzlich habe ich auf der Blogger Seite die Erklaerung dafuer gefunden:

...Blogs engaged in this behavior are called spam blogs, and can be recognized by their irrelevant, repetitive, or nonsensical text, along with a large number of links...

Ich hoffe, das sehen nicht alle Leser so...

UPDATE: Mein Blog wurde inzwischen von einem Googler persoenlich reviewt und ist nun dem Verdacht des Spams enthoben.

Mittwoch, März 08, 2006

An American Ski-Trip

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Vergangenes Wochenende hatten wir mit navis unser alljaehrliches Ski Weekend, das sich ganz nach meinen Vorstellungen eines amerikanischen Ski-Trips abspielte.



Lee und ich fuhren am Freitag Nachmittag bereits um 14:30h von Oakland Richtung Tahoe ab, um die Freitag Rush-Hour zu vermeiden. Leider hat es nichts genuetzt, und wir blieben kurz nach Sacramento (Governor Arnold's Zuhause) im Stau stecken, trotzdem es in Sacramento selbst bis zu sieben Spuren in einer Richtung hatte. Wir bewegten uns ueberhaupt nicht mehr fuer ueber anderthalb Stunden. Natuerlich hatten gewisse Autos auch nach einer Stunde Wartezeit noch immer den Motor an - das Benzin ist hier wirklich viel zu billig. Irgendwann, es war inzwischen dunkel geworden, ging es dann zaehfluessig weiter - aber nicht fuer lange... Bei der naechsten Blockade mussten die Schneeketten montiert werden, eine Taetigkeit mit welcher die meisten Kalifornier nicht sehr vertraut sind, was sich zum Beispiel darin zeigte, dass gewisse Autos ihre Ketten schon nach wenigen Metern wieder verloren. Nachdem sich dann ein wenig Schnee auf der Autobahn angehaeuft hatte, wurde die Strasse wieder freigegeben, wie logisch. Endlich konnten wir den letzten Teil der Strecke mit Schneeketten und im 30mph Tempo in Angriff nehmen ueber den Donner Summit, jener ueber 2000m hohe Pass, ueber welchen die Central Pacific Railroad die transkontinentale Eisenbahnlinie baute. Nach acht Stunden Fahrzeit fuer die laecherlichen 300km kamen wir dann um 22:30h endlich im Northstar Skiresort an. Nach einer Portion Teigwaren und mit drei Stunden Schlaf von der Vornacht ging es erschoepft ins Bett.

Northstar wird von meinem Kollegen John als Disneyland bezeichent, womit er nicht ganz unrecht hat. Das Resort und somit der ganze Huegel ist im Besitze eines Unternehmens, welches die gesamte Infrastrukur vom Shuttle Bus bis zum Wohneigentum anbietet. Alles ist ganz amerikanisch super organisiert, beschriftet und aufgelistet, Broschuere hier, eine Map da, Notfallzettel sowieso, Food Locations duerfen auch nicht fehlen, usw. Es kann also gar nichts schief gehen. Wir liessen uns davon nicht ablenken, resp. verwirren, und waren am Samstag morgen um 8h mit dem ersten Lift unterwegs ins Skigebiet, waehrend die meisten Amis im Tal noch ihren Starbucks Kaffee aus dem Pappbecher schluerften. Das Wetter und der Schnee waren traumhaft, und wir fuhren in Pulver- und Tiefschnee rauf und runter. Am Mittag gab es dann einen "Steak mit Bohnen" Teller, wobei sich das Steak als 5 Trachen Steak rausstellte. Ich glaube, ich bin noch jetzt satt davon. Den Nachmittag nutzten wir ebenfalls voll aus bis zum Schliessen der Lifte (auch wenn Lee voruebergehend einmal muede wurde, wie auf dem Bild ersichtlich).







Abends gab es ein Compay Dinner bei der Mittelstation. Nicht ganz ueberraschend, aber dennoch ein wenig enttaeuschend, war dieser Teil ein wenig schraege: das Personal wollte am liebsten schon abraeumen, bevor ich auch nur das halbe Chicken verspeist hatte, der Apple Pie wurde lieblos noch in der Alufolie aufgetischt, und die meisten Gaeste gingen schon wieder sehr frueh. Ich will ja nicht laestern, aber die meisten Amerikaner sind generell unglaubliche Nesthocker, und nach zwei Stunden Konversation beim Essen werden sie sichtlich unruhig, bis dass sie endlich zurueck in ihre vier Waende gehen koennen. Ich denke es ist kein Zufall, dass am Ende noch 3 Schweizer, 1 Englaender und 1 Argentinierin uebrig waren, die trotz allen Anstrengungen des Personals einfach nicht schon um halb neun gehen wollten. Leicht verwirrt und muede vom schifahren ging der Skitag zu Ende.

Am Sonntag morgen fuhren wir nach einem herzhaften Fruehstueck mit Potatoes und Eggs bereits frueh wieder nach Hause, um dem Stau und dem angekuendigten Sturm zu entkommen. Zudem musste Lee am Nachmittag am Flughafen sein, um den Flug nach Neuseeland zu erwischen. Dieses Mal ging mit der Fahrt alles ganz glatt - der Schnee auf der Strasse war bereits verschwunden und mindestens zwei Spuren pro Fahrtrichtung hat es eh immer - und nach genau drei Stunden waren wir zurueck an der Broderick Street in San Francisco.



Viel amerikanischer kann ich mir zumindest hier in der Bay Area ein Wochenende nicht vorstellen.

Montag, März 06, 2006

Morningstrike

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Soeben haben in Basel die Drey Scheenschte Daeg begonnen, und waehrend ich den Beginn des Morgestraichs (Sonntag Abend 19:00h lokale Zeit) ueber Live-Cams im Internet verfolge, bekomme ich schon ziemliches Fasnachtsfieber. Das Erloeschen der Lichter um vier Uhr, das Vorbeiziehen am dicht gedraengten Ruemelinsplatz, das Russen durch die kleinen Gaesslein, runde Fuenfer im Gleichtakt, eine Maehlsuppe zum Aufwaermen, eine Kaeswaie gegen den Hunger, Spass mit den Cliquenkollegen, ueberall glueckliche Gesichter... Ich freue mich schon jetzt wieder auf jene Fasnacht, an welcher ich unter der Larve hoere "Morgstraich, vorwaerts, marsch!".

Donnerstag, März 02, 2006

Ano Nuevo Elephant Seals

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Am Mittwoch machten wir einen Morgenausflug nach Ano Nuevo, um an einer gefuehrten Tour zu den Elephant Seals teilzunehmen. Ano Nuevo ist ein geschuetzter Park suedlich von San Francisco an der Pazifik Kueste.



Der Guide, ein weiser Pensionaer, fuehrte uns auf dem geschuetzten Gelaende herum und erzaehlte Bemerkenswertes aus dem Leben dieser Riesensaeuger. Zum Beispiel, die Maennchen werden bis zu 2000kg schwer! Das ist seeehr viel Fett...



Im Wasser sind diese Seals sehr aktiv, an Land aber meist nicht. Das ist ihnen aber nicht zu verdenken, denn nach den drei Monaten an Land muessen die Weibchen zurueck nach Hawaii und die Maennchen zurueck nach Alaska schwimmen. Wobei die Weibchen circa 40% ihres Gewichtes an die saeugenden Jungen verloren haben.



Die Jungen werden als Weeners bezeichnet und werden von der Mutter verlassen, bevor sie sehen oder schwimmen koennen.




Es hat sehr Spass gemacht, zwischen den flachenden sonnenbadenden Elephant Seals herumzulaufen (immer hinter dem Guide) und einen Einblick in ihr Leben zu gewinnen. Naechstes Jahr werden wir wahrscheinlich im Januar hierherkommen, dann ist hier Hochbetrieb und der Erdboden kaum mehr zu sehen.