Dienstag, Juni 30, 2009

Robertsville State Park MO

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Kansas war bereits sehr schoen zum Durchfahren, in Missouri setzte die Natur noch einen drauf. Links und rechts der schwach befahrenen Freeways saeumten sich saftiges gruenes Gras und endlose Waelder mit schoenen Baeumen. Es war auch nicht mehr ganz so heiss, und wir sogen diese schoene Landschaft tief ein.

Fuer die letzten zwei Naechte unsere Reise wollten wir wieder in einen schoenen State Park, und wir fanden den Robertsville State Park, ganz nahe von St. Louis gelegen. Es war einmal mehr ein wunderschoener Park mit im Schatten gelegenen Campingplaetzen, gruenen Wiesen, einem schattigen kuehlen Waldweg und nur wenig Leuten. Abends sah Lionel zu seiner grossen Faszination erstmals leuchtende Gluehwuermchen. Er sagte nur noch 'meh'.





Der Slide-Out funktionierte wieder (mit ein wenig Stossen von Hand), Lionel war wieder der Alte nach seinem Fieber und Floyd genoss das ein wenig kuehlere Wetter. Einen schoeneren Abschluss unserer Reise koennte ich mir nicht vorstellen.

Samstag, Juni 27, 2009

Independence MO

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Auf unserer Fahrt vom Milford State Park nach Independence, KS verhielten wir uns amerikanischer denn je, wenn uns auch die Umstaende fast nichts anderes uebrig liessen.

Da es noch immer sehr heiss war mit morgendlichen Temperaturen von bereits 26 Grad und im spaeteren Verlaufe des Tages bis zu 36 Grad, mussten wir ernsthaft aufpassen, dass unseren beiden kleinen Jungs nicht ueberhitzen. Damit das Auto zur Abfahrt am Morgen bereits kuehl sein wuerde, liessen wir den Motor schon eine Viertelstunde frueher laufen und drehten die Klimaanlage voll auf. So konnten wir dann im kuehlen Auto mit geschlossenen Fenster ueber den Highway flitzen (der Benzinverbrauch ging merklich noch weiter nach oben). Unterwegs machten wir einen kurzen Halt an einer Raststaette um zu tanken und etwas zu essen zu kaufen. Nach der Weiterfahrt assen wir im Auto den in Papier eingewickelten Burger mit Pommes-Frittes und tranken vom Becher, welcher perfekt in den Cup-Holder des Autos passte.

Da wir mit dem Travel Trailer wieder Slide-Out Probleme hatten, Lionel noch immer angeschlagen war und Floyd sehr heiss hatte, entschieden wir uns dazu, eine Nacht in einem Motel zu verbringen, damit sich unsere beiden Kleinen ein wenig abkuehlen und erholen koennen von der grossen HItze. Wir gingen in ein Holiday Inn Express mit Indoor-Schwimmbad zur grossen Freude von Lionel, assen gleich ueber die Strasse in einem Family Diner Ribs, und gingen dann bei laufender Klimaanlage schlafen. Die Nacht war dann allerdings in keiner Weise erholend, denn im Gang, in den umgebenden ZImmer und im Schwimmbad wurde von einer Hochzeitsgesellschaft ein riesiger Radau gemacht (am naechsten Morgen meldete ich veraergert den Vorall, und wir bekamen prompt einen Teil unseres Geldes zurueck). Wir parierten mit ziemlich heftigem 'ich-will-dr-Schoppe-' Geschrei von Lionel fruehmorgens ;-) Am Morgen ging ich kurz in der heiss-feuchten Luft Joggen entlang von anonymen Strip Malls. Vor der Abreise assen wir im Motel noch das sich so edel anhoerende Continental Breakfast, welches wie immer einen rieseigen Abfallberg produzuierte, da alles Besteck und Geschirr aus Plastik ist.

Nach diesem kurzen Reiseintermezzo à la americaine fuhren wir weiter Richtung Osten in den Staate Missouri, wissend dass dies unsere einzige Nacht abseits unseres Trailers sein wuerde. Wir uebernachteten in einem RV Park in Columbia, wo uns die Natur Abends ein spektakulaeres Schauspiel bot, als es fuer etwa zwei Stunden ununterbrochen am Blitzen und Donnern war. Vor dem Gewitter genoss Lionel das Planschen im Schwimmbad und das Spielen auf dem Spieplatz. Nicht ganz unpassend lernte er an diesem Tag das Wort 'heiss'. Bei allem was er seither anfasst, das leicht warm ist, nimmt er nun theatralisch die Hand zurueck und sagt 'heiss'.

Freitag, Juni 26, 2009

Milford State Park KS

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Ausserhalb von Junction City fanden wir den Milford State Park. Ein extrem schoener Park, gelegen am groessten See von Kansas. Wir blieben fuer zwei Tage, und vorallem Lee verbrachte mit Lionel viel Zeit im Trailer bei aufgedrehter Klimaanlage, da Lionel noch immer nachmittaegliche Fieberschuebe hatte. Draussen war es derweil noch immer 38 Grad Celsius und mein Jogging-Ausflug runter zum See war definitiv keine schlaue Idee.

Beim abendlichen Grillieren mit Lionel sagte er gut verstaendlich 'Wuerschtli' und uebergab mir eifrig mit beiden Haenden die Hot-Dog Packung - sein Vokabular an essentiellen Nahrungsmitteln waechst stetig ;-) Am ersten Abend entlud sich ein heftiges Gewitter mit Blitz und Donner ueber dem See, welchem ich fasziniert vom Trailer aus zuschaute.

Trotz der laehmenden Hitze, dem angeschlagenen Lionel und dem hechelnden Floyd, genossen wir die ruhige Zeit in dem wundervollen Park.

Mittwoch, Juni 24, 2009

Salina KS

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Wir legten an diesem heissen Tag eine ordentliche Strecke zurueck bis nach Salina. Das Thermometer stieg weiter in die Hoehe bis auf 38 Grad Celsius. Lionel war den ganzen Tag sehr gereizt, was fuer ihn sehr unypisch ist, und eine Messung ergab, dass er recht hohes Fieber hatte. Wir gingen mit ihm zu einem Walk-In Arzt, welcher aber nicht ermitteln konnte, was Lionel plagt (nur was er nicht hat). Ausgeruestet mit Motrin und Tylenol fuhren wir zurueck zum Trailer. Waehrend Lionel im Trailer schlief, assen wir spaet Abends zum Nachtessen Pizza von Pizza Hut. Die Pizza war eigentlich ganz fein, doch aufgrund der Gesundheitslage von Lionel konnten wir es nicht wirklich geniessen.

Fuer Floyd war dieser Campingplatz neben dem Freeway kein Highlight, denn die stolz ausgeschriebene Dog Walk Area war ohne Uebertreibung (oder Untertreibung?) maximal 2m x 2.5m gross. Zum Spass liess ich Floyd trotzdem dort rein. Er schaute mich bewegungslos und ziemlich verwirrt an, als wollte er von mir wissen, was er denn in diesem Kaefig machen soll, in welchem er sich kaum um die eigene Achse drehen kann.



Am naechsten Morgen war das Fieber von Lionel um einiges tiefer und seine Laune ein wenig besser. Wir entschieden uns, weiter zu fahren Richtung Osten auf dem Freeway, an welchem immer wieder mal eine Ortschaft kam, sollte sich die Lage von Lionel wieder verschlimmern und ein Artztbesuch notwendig werden.

Dienstag, Juni 23, 2009

Prairie Dog State Park KS

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Wir fuhren gleich zum naechsten Park, dem Prairie Dog State Park. Auch an einem See gelegen, gingen wir mit Lionel ein wenig Schwimmen im warmen Wasser des Reservoirs. Bei unserem Campingplatz konnten wir ansonsten nicht allzu viel Zeit im Freien verbringen, denn die Mosquitos waren ueberwaeltigend. Gerne waeren wir fuer zwei Naechte in diesem sehr schoenen und ruhigen Park geblieben, doch die agressiven Mosquitos trieben uns am naechsten Morgen verstochen in die Flucht, weiter auf unserem Weg Richtung Osten.

Montag, Juni 22, 2009

Bonny State Park CO

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Die Fahrt durch den flachen Teil von Colorado Richtung Staatsgrenze mit Kansas im Osten gestaltete sich sehr abwechslungsreich und schoen, entgegen allen Warnungen von Amerikanern, dass dieser mittlere Teil des Landes eintoenig und langweilig sei. Leicht huegelige Lanschaften, immer wieder Baeume, Baeche und Farmen liessen die Zeit im Auto schnell vergehen. Spannend, aber sehr traurig, war es, die Schlachtvieh Gelaende zu sehen, auf denen sich Tausende von Kuehen in vielen abgetrennten Auslaeufen befanden. Das Vieh kommt ein paar Monate vor der Schlachtung hierher, wo es Mais-basierte Nahrung erhaelt zum Aufwerten des spaeteren Fleisch-Geschmacks. Nicht gerade ein Leben nach Bio-Standard, aber doch nicht ganz so schlimm wie ein Leben in einem Maststall.



Wir waren inzwischen ziemlich weit entfernt von der naechsten Stadt und die kleinen Doerfer entlang des Weges liessen ein wenig ein beklemmendes Gefuehl aufkommen. Wir fuhren immer weiter weg von der 'zivilisierten Welt, bis dass wir ueber mehrere Nebenstrassen den Bonny State Park erreichten. Es regnete bei unsere Ankunft am Abend und die Mosquitos frassen uns fast auf, waehrend wir den Trailer fuer die Uebernachtung vorbereiteten. Trotzdem erkundete ich im Regen noch fuer eine gute Stunde den Park zusammen mit Floyd. Am naechsten Morgen war dann keine Wolke mehr zu sehen, und ich machte einen fruehmorgendlichen Spaziergang mit Floyd. Ich verpasste eine Abzweigung, und wir kamen nach etwa 7km am Ende des Parks an. An diesem Punkt wollte Floyd nichts mehr von Laufen in der Hitze wissen und lag sich in den Schatten. Denn obwohl es noch nicht einmal 8h morgens wa,r brennte bereits die Sonne bereits vom Himmel. Waehrend ich Floyd abkuehlen liess, kam der Ranger vorbei und gab uns hinten auf seinem Truck einen ride back zum Campingplatz.



Das Positive an dem Ausflug vom Morgen war, dass ich dabei am Ende des Parks einen anderen Campingplatz entdeckte hatte. Dieser war super schoen gelegen und voellig verlassen. Sofort zuegelten wir den Trailer dorthin und verbrachten einen wundervollen Tag. Floyd rollte sich im schattigen Grass, Lionel spielte auf der Wiese mit allem was ihm in die FInger kam, und zusammen machten wir einen Ausflug an den See. Dort konnte ich Floyd zum ersten Mal motivieren, wohl dank der grossen Hitze, bis zum Bauch ins Wasser zu stehen. Ein grosses Erlebenis fuer uns! Bei Lionel braucht es da schon weniger Ueberzeugungskraft. Sehr angenehm war es, dass es bei diesem Campingplatz trotz Naehe zum See keine Mosquitos hatte, und so konnten wir noch bis spaet Abends draussen sitzen und den ueberwaeltigenden Sternenhimel bestaunen.











Am naechsten Morgen nahmen wir es sehr gemuetlich mit Aufbrechen und fuhren erst kurz vor Mittag los. Nur ungern verliessen wir diesen idyllischen Ort, an welchem wir alle unser Camperleben in vollen Zuegen genossen hatten.