Samstag, Juni 27, 2009

Independence MO

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Auf unserer Fahrt vom Milford State Park nach Independence, KS verhielten wir uns amerikanischer denn je, wenn uns auch die Umstaende fast nichts anderes uebrig liessen.

Da es noch immer sehr heiss war mit morgendlichen Temperaturen von bereits 26 Grad und im spaeteren Verlaufe des Tages bis zu 36 Grad, mussten wir ernsthaft aufpassen, dass unseren beiden kleinen Jungs nicht ueberhitzen. Damit das Auto zur Abfahrt am Morgen bereits kuehl sein wuerde, liessen wir den Motor schon eine Viertelstunde frueher laufen und drehten die Klimaanlage voll auf. So konnten wir dann im kuehlen Auto mit geschlossenen Fenster ueber den Highway flitzen (der Benzinverbrauch ging merklich noch weiter nach oben). Unterwegs machten wir einen kurzen Halt an einer Raststaette um zu tanken und etwas zu essen zu kaufen. Nach der Weiterfahrt assen wir im Auto den in Papier eingewickelten Burger mit Pommes-Frittes und tranken vom Becher, welcher perfekt in den Cup-Holder des Autos passte.

Da wir mit dem Travel Trailer wieder Slide-Out Probleme hatten, Lionel noch immer angeschlagen war und Floyd sehr heiss hatte, entschieden wir uns dazu, eine Nacht in einem Motel zu verbringen, damit sich unsere beiden Kleinen ein wenig abkuehlen und erholen koennen von der grossen HItze. Wir gingen in ein Holiday Inn Express mit Indoor-Schwimmbad zur grossen Freude von Lionel, assen gleich ueber die Strasse in einem Family Diner Ribs, und gingen dann bei laufender Klimaanlage schlafen. Die Nacht war dann allerdings in keiner Weise erholend, denn im Gang, in den umgebenden ZImmer und im Schwimmbad wurde von einer Hochzeitsgesellschaft ein riesiger Radau gemacht (am naechsten Morgen meldete ich veraergert den Vorall, und wir bekamen prompt einen Teil unseres Geldes zurueck). Wir parierten mit ziemlich heftigem 'ich-will-dr-Schoppe-' Geschrei von Lionel fruehmorgens ;-) Am Morgen ging ich kurz in der heiss-feuchten Luft Joggen entlang von anonymen Strip Malls. Vor der Abreise assen wir im Motel noch das sich so edel anhoerende Continental Breakfast, welches wie immer einen rieseigen Abfallberg produzuierte, da alles Besteck und Geschirr aus Plastik ist.

Nach diesem kurzen Reiseintermezzo à la americaine fuhren wir weiter Richtung Osten in den Staate Missouri, wissend dass dies unsere einzige Nacht abseits unseres Trailers sein wuerde. Wir uebernachteten in einem RV Park in Columbia, wo uns die Natur Abends ein spektakulaeres Schauspiel bot, als es fuer etwa zwei Stunden ununterbrochen am Blitzen und Donnern war. Vor dem Gewitter genoss Lionel das Planschen im Schwimmbad und das Spielen auf dem Spieplatz. Nicht ganz unpassend lernte er an diesem Tag das Wort 'heiss'. Bei allem was er seither anfasst, das leicht warm ist, nimmt er nun theatralisch die Hand zurueck und sagt 'heiss'.