Montag, Juni 22, 2009

Bonny State Park CO

Englisch | Franzoesisch

Die Fahrt durch den flachen Teil von Colorado Richtung Staatsgrenze mit Kansas im Osten gestaltete sich sehr abwechslungsreich und schoen, entgegen allen Warnungen von Amerikanern, dass dieser mittlere Teil des Landes eintoenig und langweilig sei. Leicht huegelige Lanschaften, immer wieder Baeume, Baeche und Farmen liessen die Zeit im Auto schnell vergehen. Spannend, aber sehr traurig, war es, die Schlachtvieh Gelaende zu sehen, auf denen sich Tausende von Kuehen in vielen abgetrennten Auslaeufen befanden. Das Vieh kommt ein paar Monate vor der Schlachtung hierher, wo es Mais-basierte Nahrung erhaelt zum Aufwerten des spaeteren Fleisch-Geschmacks. Nicht gerade ein Leben nach Bio-Standard, aber doch nicht ganz so schlimm wie ein Leben in einem Maststall.



Wir waren inzwischen ziemlich weit entfernt von der naechsten Stadt und die kleinen Doerfer entlang des Weges liessen ein wenig ein beklemmendes Gefuehl aufkommen. Wir fuhren immer weiter weg von der 'zivilisierten Welt, bis dass wir ueber mehrere Nebenstrassen den Bonny State Park erreichten. Es regnete bei unsere Ankunft am Abend und die Mosquitos frassen uns fast auf, waehrend wir den Trailer fuer die Uebernachtung vorbereiteten. Trotzdem erkundete ich im Regen noch fuer eine gute Stunde den Park zusammen mit Floyd. Am naechsten Morgen war dann keine Wolke mehr zu sehen, und ich machte einen fruehmorgendlichen Spaziergang mit Floyd. Ich verpasste eine Abzweigung, und wir kamen nach etwa 7km am Ende des Parks an. An diesem Punkt wollte Floyd nichts mehr von Laufen in der Hitze wissen und lag sich in den Schatten. Denn obwohl es noch nicht einmal 8h morgens wa,r brennte bereits die Sonne bereits vom Himmel. Waehrend ich Floyd abkuehlen liess, kam der Ranger vorbei und gab uns hinten auf seinem Truck einen ride back zum Campingplatz.



Das Positive an dem Ausflug vom Morgen war, dass ich dabei am Ende des Parks einen anderen Campingplatz entdeckte hatte. Dieser war super schoen gelegen und voellig verlassen. Sofort zuegelten wir den Trailer dorthin und verbrachten einen wundervollen Tag. Floyd rollte sich im schattigen Grass, Lionel spielte auf der Wiese mit allem was ihm in die FInger kam, und zusammen machten wir einen Ausflug an den See. Dort konnte ich Floyd zum ersten Mal motivieren, wohl dank der grossen Hitze, bis zum Bauch ins Wasser zu stehen. Ein grosses Erlebenis fuer uns! Bei Lionel braucht es da schon weniger Ueberzeugungskraft. Sehr angenehm war es, dass es bei diesem Campingplatz trotz Naehe zum See keine Mosquitos hatte, und so konnten wir noch bis spaet Abends draussen sitzen und den ueberwaeltigenden Sternenhimel bestaunen.











Am naechsten Morgen nahmen wir es sehr gemuetlich mit Aufbrechen und fuhren erst kurz vor Mittag los. Nur ungern verliessen wir diesen idyllischen Ort, an welchem wir alle unser Camperleben in vollen Zuegen genossen hatten.